Liebe, die den Tod bringt

Was wäre das Leben ohne die Liebe? Ohne die Sehnsucht, die Begierde, das Bangen und das Hoffen? Ohne das Gefühl tiefsten Glücks? Aber wehe, sie wird nicht erwidert, diese Liebe. Wehe, sie wird zur Obsession, zur zerstörerischen Sucht. Wehe, sie schlägt um in Zorn, Eifersucht oder abgrundtiefen Hass. Dann fordert die dunkle Seite der Leidenschaft ihren blutigen Tribut, entwickeln verschmähte Gefühle einen lebensgefährlichen Sog. Seitensprünge enden verhängnisvoll, eine Amour fou wird zur tödlichen Falle, Verliebte finden nicht das Glück, sondern den Tod. „Die größte Liebe ist immer die, die unerfüllt bleibt“, stellte schon Peter Ustinov fest. Doch nicht jeder will sich damit abfinden, so mancher kämpft – wenn es sein muss, bis zum bitteren Ende. 17 renommierte Autoren haben sich daran gewagt, gefährliche Liebschaften in den unterschiedlichsten Spielarten auszuloten. Spannend, klug. Und mörderisch erotisch … Mit Beiträgen von Bernhard Aichner, Jürgen Ehlers, Marcel Feige, Anke Gebert, Nina George, Gunter Gerlach, Marina Heib, Norbert Horst, Andreas Izquierdo, Peter James, Gisa Klönne, Carmen Korn, Ralf Kramp, Tatjana Kruse, Bernhard Lassahn, Kurt Palm und Petra Würth ................................................................................................................................................................................ Anke Gebert, wuchs in der DDR auf und arbeitete dort u.a. als Grundschullehrerin für Kunsterziehung und als künstlerische Mitarbeiterin einer Galerie. Studium am "Deutschen Institut für Literatur" in Leipzig. 1988 Übersiedlung nach Hamburg. Diverse Tätigkeiten (Buchhandlung, Übersetzerbüro, TV-Redaktionen, Verlag, Kinderkunstschule u.a.m.). Masterstudium Film, Schwerpunkt Drehbuch. Seit 1993 als Autorin von Romanen, Sachbüchern (Biografien) und als Dozentin für kreatives Schreiben tätig. Seit 1993 Mitglied des Schriftstellerverbandes. Mitglied im Syndikat (Vereinigung Deutscher Krimiautoren). Mitglied der Hamburger Autorenvereinigung. Verheiratet, ein Sohn. http://www.ankegebert.de

Petra Würth, wurde in Saarbrücken geboren, studierte in München Betriebswirtschaft und war zwölf Jahre lang in der Werbung tätig. Eher zufällig begann sie 1997 während einer Zugfahrt ihren ersten Kriminalroman "Unter Strom" und schuf mit Pia Petry eine frech-chaotische Privatdetektivin, die sich inzwischen erfolgreich als Serienfigur etabliert hat. Pia Petrys zweiter Fall "Frau aus Glas" wurde 2002 für den FrauenKrimiPreis nominiert. 2005 erschien "Blutmond – Wilsberg trifft Pia Petry". Das erste Buch, das Petra Würth zusammen mit dem Autor Jürgen Kehrer geschrieben hat. "Blutmond" schaffte den Sprung unter die fünf besten deutschsprachigen Kriminalromane und wurde 2006 für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Dr. Gaby Raudszus schrieb in BILD AM SONNTAG: "Die Autorin hat mit Pia Petry eine vielschichtige Figur erfunden, eine Frau voller Widersprüche. Flapsig und unsicher, großspurig und romantisch. Die Handlung ist spannend bis zur letzten Seite. Geradezu süchtig macht der Stil: schräg und witzig, locker und frisch."

http://petra-wuerth.de ................................................................................................................................................................................

Drei Fragen an Anke Gebert und Petra Würth

Wann begann Ihre kriminelle Laufbahn? Anke Gebert: In meinen Büchern erst 1995. Mein erster Krimi heißt: „Hunde, die bellen“ Petra Würth: In einer dunklen, stürmischen Nacht auf der Zugfahrt von Hamburg nach München. Ende der 1990er Jahre. Da lernte ich sie kennen. Eine geheimnisvolle, junge Frau, die behauptete Pia Petry zu heißen und Privatdetektivin zu sein ... Wie viele Verbrechen gehen auf Ihr Konto? Anke Gebert:In jedem Kriminalroman mindestens eines. In meinen Kurzkrimis ebenso. Ein kleiner Dorffriedhof wäre wohl voll ... Petra Würth: Ich habe sie nie gezählt. Aber die Quantität spielt ja in diesem Metier nicht wirklich eine Rolle. Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen? Anke Gebert: „Ich bin unschuldig!“ Petra Würth: Ich war jung, brauchte das Geld und ich hatte eine schwere Kindheit. ................................................................................................................................................................................

Leseprobe

Für einen kleinen Eindruck hier die ersten Sätze: Tatjana Kruse: Ein Badboy, fangfrisch, zum Mitnehmen „Einen Gin Tonic, bitte. Mit Monkey.“ Bernhard Aichner: Piuk Alles an ihm war unscheinbar, sein Aussehen, seine Kleidung, seine Wohnung, sein Leben, alles. Jürgen Ehlers: Kalkränder an den Weingläsern Wozu braucht jemand wie Sie und ich einen Anwalt? Gunter Gerlach: Unter Wasser Die Bewegungen eines Fisches. Anke Gebert: SIE. Und er. Sie zog vor seinen Augen die Schuhe aus. Marina Heib: Das Schaf im Wolfspelz Wolfgang Giacomo Behrendt war Gymnasiallehrer für Biologie und Physik in einer mittelgroßen Stadt im Ost-Westfälischen. Peter James: 12, BOLINBROKE AVENUE Die Doppelhaushälfte war nachgemachtes Tudor und sah ansprechend aus, mit Kirschbaum im Vorgarten und Vogelbad aus Holz. Carmen Korn: Die wilde Jagd „Was soll das?“, fragte Joseph. Norbert Horst: Reparaturarbeiten an einem Freitagnachmittag „Und schließ alles vernünftig ab, nicht dass das ganze Wochenende hier alles offen steht.“ Gisa Klönne: Fremde im Nebel Die Frau aus Deutschland war vor drei Wochen in Port Renfrew angekommen. Marcel Feige: Chefsache Es geht ganz einfach, hat der Chef gesagt. Nina George: Shopgirl Es war einfach gewesen, seine Aufmerksamkeit zu gewinnen. Ralf Kramp: Liebesleid und späte Unordnung Sie hieß Hiltrud, ein Name, der in seinen Ohren schon erfreulich ordentlich klang. Bernhard Lassahn: Der berühmte blaue Regenmantel Ich war mit Moni bei der Beerdigung, mit ihr und der Kleinen, dabei ist Miriam nicht mehr klein, wir sagen dennoch „Kleine“ zu ihr. Andreas Izquierdo: Im Spiegel Die anderen sind schon lange gegangen. Kurt Palm: Verspekuliert Robert Kuttner starrte auf den Bildschirm seines PCs. Petra Würth: Frei sein Seit anderthalb Stunden sitzt Sonja an dem schmalen Schreibtisch in ihrem Ferienzimmer und legt Karten.

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