Donnerstag, 11. April 2019

Von Fahrradleichen, Hackern und krassem Rufmord

Was macht den guten Kinder- und Jugendkrimi aus? Podiumsdiskussion mit Christina Bacher und Podiumsgästen.

Uhrzeit: 16:30 - 18:00 Uhr

Altes Kurhaus, Ballsaal
Kurhausstr. 1
52058 Aachen

Im Jahre 1968 erschien der erste Band der „???“ auf dem deutschen Buchmarkt, seither ist die Krimireihe hierzulande Kult – obwohl sich die Zielgruppe und die Zeiten extrem gewandelt haben. Kann man denn heute wirklich noch mit „kniffeligen Fällen für helle Köpfchen“ eine junge Zielgruppe fürs Lesen begeistern? Können Kinderkrimis und Jugendthriller mit Netflix und Co überhaupt noch mithalten? Und wenn ja: Was sind die Trends auf dem deutschsprachigen Spannungsmarkt für Leute zwischen 8 und 16 Jahren? Und worin besteht die Kunst, dieser anspruchsvollen Zielgruppe die Stirn zu bieten?

Christina Bacher, Autorin und Journalistin, tourt mit ihrer Krimireihe „Bolle und die Bolzplatzbande“ (Emons Verlag) seit vielen Jahren bundesweit durch die Schulen und ist somit ganz nah dran an der Zielgruppe ihrer Bücher. Als Jurorin des Hans-Jörg-Martin-Preises 2020 liest sie sich gerade durch alle aktuellen Neuerscheinungen auf dem Kinder- und Jugendkrimi-Markt.

Mit: Christina Bacher, Stefanie Leo von Bücherkinder.de, Elisabeth Herrmann

Anmeldung unter kulturservice@mail.aachen.de

Christina Bacher

ist nach Lehr- und Wanderjahren in Kaiserlautern, Marburg, Bonn, Prag, und Montpellier in Köln gelandet. Als Journalistin und Autorin betreibt sie seither „Bachers Büro“, eine Schmiede für Texte aller Art. Bekannt geworden ist sie u.a. durch ihre 7-bändige Kinder- und Jugendkrimireihe „Bolle und die Bolzplatzbande“, die zunächst als Ratekrimis auf hr2 gesendet wurden und mit der sie seit Jahren europaweit auf Lesereise geht. Im Jahr 2016 fungierte sie zudem als Herausgeberin der CRIMINALE-Anthologie SOKO MARBURG-BIEDENKOPF, die im KBV-Verlag erschienen ist und bereits in der vierten Auflage verkauft wird. Als Stipendiatin von "Tatort Töwerland" und des Skriptorium-Stipendiums des Kölner Kulturamts schreibt sie – neben ihrer Tätigkeit als Journalistin – heute im Kölner Schreibraum. 

Christina Bacher

Elisabeth Herrmann

Elisabeth Herrmann machte nach ihrer Ausbildung zur Bauzeichnerin das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg am Frankfurter Abendgymnasium. Im Anschluss arbeitete sie als Rundfunk- und Fernsehjournalistin und war Dozentin an der Hochschule Mittweida. Nach mehreren Dokumentarfilmen für den SFB/RBB erschien ihr Kriminalroman "Das Kindermädchen". Herrmann nimmt in ihren Büchern immer wieder Bezug auf die neuere deutsche Geschichte. Darüber hinaus schreibt sie Jugendthriller, Hörspiele und Drehbücher.

Ihr erster Roman Das Kindermädchen wurde 2005 von der Jury der KrimiWelt-Bestenliste (Nordwestradio, Arte, Die Welt) als bester deutschsprachiger Krimi des Jahres (Platz 6) ausgezeichnet. Sie schrieb auch das Drehbuch für die Verfilmung von Carlo Rola. Das ZDF strahlte den gleichnamigen Film am 9. Januar 2012 als „Fernsehfilm der Woche“ aus.[1] . Er wurde für den Bambi Publikumspreis 2012 nominiert. Der TV-Film "Die letzte Instanz" (EA 20. Januar 2014) nach dem gleichnamigen Roman und dem Drehbuch von Elisabeth Herrmann war mit 7,7 Millionen Zuschauern (und 340.000 Abrufen in der Mediathek) der meistgesehene Montagsfilm des ZDF seit Beginn der Quotenerfassung.

2011 wurde Elisabeth Herrmann mit dem Radio Bremen Krimipreis ausgezeichnet.[2] Für den Roman Zeugin der Toten wurde sie mit dem Deutschen Krimi Preis 2012 ausgezeichnet.[3][4]

Elisabeth Herrmann