Dresden 1932: Die Bevölkerung schwankt zwischen Hoffen und Bangen. Niemand will so recht daran glauben, dass dem neuen Reichskanzler Kurt Schleicher die Wende zum Besseren gelingt, zudem gewinnen die Nationalsozialisten auch in der sächsischen Hauptstadt immer neue Anhänger. Im Dresdner Villenviertel Weißer Hirsch wird ein totes Mädchen gefunden. Es stand unter Vormundschaft von Heimar von Weitershausen, seines Zeichens Großindustrieller und Mäzen vieler Künstler. Der ermittelnde Kommissar Fritz Ganter gerät ob des großen Interesses der Öffentlichkeit an diesem Fall unter Druck. Er bittet Konrad Katzmann um Hilfe, der vor einigen Jahren die Suche nach einem verschwundenen Kind erfolgreich voranbrachte. Und Katzmann ist, nach seiner Entlassung bei der Leipziger Volkszeitung , froh über jede Herausforderung. Wer hat die anmutige Schöne auf dem Gewissen? Vielleicht der Sohn der Familie Weitershausen? Oder Franz Koch, ein jüdischer Schriftsteller, der nach eigenen Aussagen mit dem Mädchen verlobt war? Da wird der Hausherr selbst ermordet, und das Hausmädchen ist spurlos verschwunden. Für Katzmann ist höchste Eile geboten Franziska Steinhauer erzählt mit feinem psychologischem Gespür von einem kaltblütig ausgefeilten Mordkomplott und von einer Zeit, in der auch in Dresden antisemitische Ressentiments immer bedrohlicher werden.