Wir stellen euch, nach und nach, die Nominierten der GLAUSER-Preise vor.

 



Wolfgang Maria Bauer

Kaltblut (C. Bertelsmann)

Foto © Elias Hassos

Der Roman Kaltblut spielt in einem Bergdorf vor der Kulisse der Alpen. Eine Hütte oberhalb des Dorfes explodiert während einer Feier, scheinbar ausgelöst durch eine vergessene Sprengladung. Elf Männer sterben in dem Inferno. Der Ort sucht einen Schuldigen und vermutet ihn in dem Sprengmeister Stubber. Er fällt auf, weil er anders ist, ein Einzelgänger und Außenseiter, deshalb gut geeignet als Zielscheibe.

„Uns biegt kein Wind“, ist sein Lieblingssatz. Behutsam und in Zeitsprüngen erzählt der Autor Wolfgang Maria Bauer die Geschichte der einzelnen Dorfbewohner, fördert zutage, was lieber verborgen bliebe. Er gibt dem Leser die Möglichkeit, sich den Personen zu nähern, dem Pfarrer, seiner Haushälterin, den Frauen und nicht zuletzt Stubber und seinem Verbleiben in dem Dorf.  Ein mitreißendes Leseerlebnis voller Wucht und Schönheit.