Wir stellen euch, nach und nach, die Nominierten der GLAUSER-Preise vor.


Kafkarabesken
Friedrich Peter

Peter Friedrich

Kafkarabesken oder Die Ermittlungen (duotincta)

Foto © Ulrich Simon

Ein gewisser Franz K. ist spurlos verschwunden. Die Akte wird einem namenlosen Ermittler zugewiesen, von dem die Behörde schnelle Ergebnisse erwartet. Schon bald sieht sich der Ermittler mit dem mysteriösesten Fall seines Lebens konfrontiert.

Immer mehr bizarre Geschichten kommen ans Tageslicht – jede für sich ohne rechten Sinn und doch scheinen sie auf seltsame Weise miteinander verwoben. Wo ist Franz K.? Was ist mit ihm passiert? Was ist Realität, was bloße Fantasie? Peter Friedrich gelingt ein raffiniertes Verwirrspiel im Geiste Franz Kafkas. Mit den Mitteln eines Spannungsromans erzählt er in einem kaleidoskopartigen Gefüge von menschlichen Abgründen – von Wütenden und Wehrlosen, und von einem Ermittler, der von Scham und Schuld geprägt ist.

Kafkarabesken ist ein irritierender und verstörender Roman, der sich bewusst gängigen Genreerwartungen entzieht – literarisch anspruchsvoll und sprachlich präzise.