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Real Cases und Witziges. Heute: Folge 23 (Teil2)

06. März 2026
Kategorie: News

REAL CASES - spannend, kurios, lustig und manchmal unglaublich, aber wahr!

Kann der Vergewaltiger und Mörder von Amy Lopez nach 31 Jahren ermittelt werden?

Teil 2: Wie ich im Krimi einen cold case „literarisch“ gelöst habe.

In Teil 1 berichtete ich über den bis zum heutigen Tag ungeklärten Mord an der jungen amerikanischen Touristin Amy Lopez, deren Leiche am 26. September 1994 kurze Zeit nach dem sexuellen Missbrauch unterhalb der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein gefunden wurde. Trotz unserer intensiven Ermittlungen in der Mordkommission konnten wir den Fall nicht lösen. Diesen cold case habe ich mit dem Fall einer in Kanada vermissten jungen Frau verknüpft und beide Fälle in meinem Kriminalroman VERSCHWUNDEN (2018) „literarisch gelöst“.


 Real Cases 23 Teil2

 

 

 

 


 


Bei einer Wanderung durch das abgelegene Gebiet der Rocky Mountains in Kanada pausierten wir an einem Rastplatz mit dem Namen „Meeting of the Waters“. Dort fließen zwei große Gebirgsbäche zusammen, was mich an die sich in fast gleichem Winkel vereinenden Flüsse Rhein und Mosel am Reiterdenkmal „Deutsches Eck“ erinnerte. Zudem weckte das Fahndungsplakat nach einer vermissten jungen Frau namens Maddy Scott meine Erinnerungen an den bis heute ungeklärten Mord an der amerikanischen Touristin Amy Lopez und schon war die Idee für ein neues Buch geboren.

Da ich mit einem internationalen Polizeiausweis der IPA (International Police Association) weltweit als Kollege ausweisen kann, teilte man mir bei der örtlichen Dienststelle mit, dass Madison Scott weiterhin spurlos verschwunden ist. Der sachbearbeitende Officer vermutete Maddy könnte in der einsamen Gegend verunglückt sein, habe ihren Mörder oder einen Bären getroffen und aufgrund familiärer Probleme sei ebenfalls möglich, dass die junge Frau vor ihrem gewalttätigen Vater geflüchtet sei und wie in vielen Fällen zuvor entstand in der Einsamkeit der kanadischen Wälder die erste Idee für VERSCHWUNDEN. Ich konnte die acht Stunden Rückflug für die Erstellung eines Grobentwurfs nutzen und lies Maddy und Amy zu einer Person mit dem Namen Emily Scott „verschmelzen“.

Beim Rückblick auf meine Manuskripte wurde mir erneut bewusst: eine zufällige Begegnung, eine besondere Situation oder ein gutes Gespräch reichen oft, um einen alten Mordfall wieder „zum Leben zu erwecken“. Alle Krimiautoren werden auf Lesungen oft gefragt »Woher nehmen Sie die Ideen für die Stories?« oder «Haben Sie Vorbilder für Ihre Figuren?« Diese am häufigsten gestellten Fragen sind für schreibende Polizisten leichter zu beantworten. Frauen und Männer im Polizeidienst begegnen zahlreichen Tätern, traumatisierten Opfern, verzweifelten Angehörigen und lernen Kolleginnen und Kollegen in dramatischen Einsatzlagen und außergewöhnlichen Vernehmungssituationen kennen.

Diese (nicht immer schönen) Erinnerungen tauchen beim zufälligen Passieren eines ehemaligen Tatortes immer wieder auf und die Dienstzeit ist unsere „Fundgrube“. Die meisten Polizistinnen und Polizisten im Außendienst haben (hatten) fast „Jeden Tag den Tod vor Augen“ und ich kann es bestätigen: „Die erste Leiche vergisst man nie.“ Dies sind zwei Titel der im PIPER-Verlag erschienenen Bücher, in denen ich mit vielen Kolleginnen und Kollegen dramatische Erlebnisse geschildert habe, die uns besonders berührt haben. Es ist immer das erste Mal: die erste Leiche nach Suizid, der erste Raubüberfall, die erste Vergewaltigung, die erste Drogentote, der erste Mord und es werden dem ersten Fall weitere gleichgelagerten Fälle folgen. Ich erinnere mich in diesem Moment beim Schreiben spontan an einige Situationen; an den Tag als ich ein ertrunkenes Kind nicht retten konnte, ein Mann nach Bauchschuss in meinen Armen gestorben ist, ich bei der Festnahme eines Mörders das Opfer nicht mehr reanimieren konnte und ein sechzehnjähriges Mädchen nach einer Überdosis Heroin gestorben ist, weil ich die Dealerin erst bei entsprechender Beweislage festnehmen wollte.

Im Laufe eines Berufslebens werden Frauen und Männer im Polizeidienst mit vielen erschütternden Erlebnissen konfrontiert. Das ist „Part oft he Job“, aber so locker das klingen mag, ist es nicht. Schreiben sich Polizistinnen und Polizisten im wahrsten Sinne des Wortes „die Dinge von der Seele“ und hat das Niederschreiben traumatisierender Situationen eine Ventilfunktion, um dramatische Ergebnisse besser zu verarbeiten, frage (nicht nur) ich mich oft. Viele Psychologen vertreten die Ansicht, solche Bilder würden im Laufe der Zeit verblassen. Dies kann ich nicht bestätigen, denn wenn ich zufällig einen Ort passiere, an dem einst ein einschneidendes Ereignis stattfand, tauchen „von jetzt auf gleich“ die Erinnerungen auf. Die Vergangenheit wird plötzlich lebendig und vor meinem inneren Auge erscheint das Geschehen, als hätte es sich erst gestern ereignet. Ich pendele als Autor vielleicht stärker als andere schreibende Kolleginnen und Kollegen beim Entwickeln meiner Manuskripte zwischen Realität und Fiktion, wobei meine Fantasie manchmal von der Realität „überholt“. Dies kann ich in eindrucksvoller Weise in meinen Veranstaltungen und den Erklärungen in meinen Krimis beweisen.

Und noch eine letzte Anmerkung zum Thema „Dichtung und Wahrheit“: Den Grund, warum ich (gegen den ausdrücklichen Willen des Verlags) entschieden hatte diesen hässlichen (nicht verkaufsfördernden) Puppenkopf als Cover abzubilden: dieser Puppenkopf war an meinem fiktiven Leichenfundort (den ich bis dato nicht kannte!) auf einen abgebrochenen Ast gesteckt und nach dem fotografischen „Sichern“ – wie viele meiner Romanfiguren – VERSCHWUNDEN. Warum dieser abgeschlagene Puppenkopf an diesem mystischen Ort deponiert wurde, bleibt bis zum heutigen Tag ein Geheimnis.

Im dritten Teil erklärt Schmitt-Kilian, warum der cold case Amy Lopez aktuell erneut „aufgerollt“ wird und wieso das in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY“ im September 2025 beschriebene Täterprofil „seiner literarischen Lösung“ aus dem Jahre 2018 ähnelt.

 

RC 24 Plakat Amy und Maddy.jpeg

 

 

 

 

 

 


RC 24 Schild Meeting of the waters

    

 

 

 

 

 

 

 

 RC 24 Verschwunden Lahnstein Cover Kopie 4

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorstellung der GLAUSER-Nominierten 2026: Kategorie "Roman: Wolfgang Maria Bauer

05. März 2026
Kategorie: News

 Wir stellen euch, nach und nach, die Nominierten der GLAUSER-Preise vor.

 



Wolfgang Maria Bauer

Kaltblut (C. Bertelsmann)

Foto © Elias Hassos

Der Roman Kaltblut spielt in einem Bergdorf vor der Kulisse der Alpen. Eine Hütte oberhalb des Dorfes explodiert während einer Feier, scheinbar ausgelöst durch eine vergessene Sprengladung. Elf Männer sterben in dem Inferno. Der Ort sucht einen Schuldigen und vermutet ihn in dem Sprengmeister Stubber. Er fällt auf, weil er anders ist, ein Einzelgänger und Außenseiter, deshalb gut geeignet als Zielscheibe.

„Uns biegt kein Wind“, ist sein Lieblingssatz. Behutsam und in Zeitsprüngen erzählt der Autor Wolfgang Maria Bauer die Geschichte der einzelnen Dorfbewohner, fördert zutage, was lieber verborgen bliebe. Er gibt dem Leser die Möglichkeit, sich den Personen zu nähern, dem Pfarrer, seiner Haushälterin, den Frauen und nicht zuletzt Stubber und seinem Verbleiben in dem Dorf.  Ein mitreißendes Leseerlebnis voller Wucht und Schönheit.


 

 


 


 


Stuttgarter Buchpreis für Roland Hebesberger

04. März 2026
Kategorie: News
SYNDIKATS-Mitglied Roland Hebesberger wurde auf der Stuttgarter Buchmesse mit dem Stuttgarter Buchpreis im Genre "Krimi" geehrt. Er hat die Auszeichnung für seinen Thriller „Der Einflüsterer“ erhalten. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert. Wir gratulieren ganz herzlich! Und ihr erfahrt hier mehr über das Buch. 

 

Einflüsterer

Vorstellung der GLAUSER-Nominierten 2026: Kategorie "Kurzkrimi": Elke Pistor

02. März 2026
Kategorie: News
Wir stellen euch, nach und nach, die Nominierten der GLAUSER-Preise vor. 

elke pistor 499 Maigut Fotografie

Elke Pistor  (Foto © Maigut Fotografie) 

Zu kurz. So lang. Ein Jahr.

In: Festlich morden. (Emons)

„Innen da ist Schmerz. Da ist Zerreißen. Da ist Leere.“ Und diese Leere, dieses Zerreißen stellt Elke Pistor in ihrer Geschichte so eindrücklich und mitreißend dar, dass man die Gefühle als LeserIn nachempfinden kann. So kurz. So lang. Ein Jahr. ist eine Kurzgeschichte, bei der das Ende der Anfang und der Anfang das Ende ist. Kunstvoll zeichnet Elke Pistor ein Jahr im Leben einer Mutter nach, Schicht für Schicht, bis zu jenem Tag, an dem ihr Leben aus den Fugen gerät. Wir erleben ihren Schockzustand, ihre Sprachlosigkeit, ihre Taubheit und den Versuch, zurück ins Leben zu finden, nachdem ihr Kind ermordet wurde, und sehen ihr dabei zu, wie sie all ihre Kraft sammelt, um dieses Verbrechen zu rächen.

Elke Pistor schreibt tiefsinnig, sensibel, aufrüttelnd, oft leise, düster, eindrücklich und einprägend. Die Autorin malt Bilder mit Worten, die schockieren, wütend, traurig, nachdenklich machen und lange nach dem Lesen nachhallen. „Zu kurz. So lang. Ein Jahr“ ist ein Kurzkrimi, den man nicht so schnell vergisst.

 

 


 


 

Vorstellung der GLAUSER-Nominierten 2026: Kategorie "Debütroman": Susanne Kaiser

27. Feb. 2026
Kategorie: News

 Wir stellen euch, nach und nach, die Nominierten der GLAUSER-Preise vor:


Riot Girl
Susanne Kaiser
Susanne Kaiser

Riot Girl (Wunderlich)  

Foto © Sima Deghani

Eine Protestbewegung junger Frauen rückt mit radikalen Aktionen in den Fokus der Öffentlichkeit. Um die Gruppierung und ihre Ziele zu durchleuchten, wird LKA-Ermittlerin Obalski undercover in ein Münchner Jugendamt eingeschleust. Mit präziser Beobachtungsgabe und analytischer Schärfe nähert sie sich der Gruppe – doch die Zeit arbeitet gegen sie.

Eindrücklich zeigt Susanne Kaiser mit Riot Girl, wie verletzliche junge Menschen in extremistische Dynamiken geraten: nicht aus ideologischer Überzeugung, sondern aus Ohnmacht und dem Wunsch, gehört zu werden und Zuspruch zu finden. Mit wenigen Sätzen zeichnet Kaiser Mitarbeitende des Jugendamts, Polizisten, überforderte Eltern und wütende Jugendliche. Beim Lesen entsteht ein Sog, man fragt sich atemlos, in welcher Katastrophe diese Geschichte enden wird, ein Roman, der wehtut.

Der Blick der Autorin bleibt Empathisch, ohne Gewalt zu relativieren. Riot Girl stellt nicht den Anspruch, Lösungen aufzuzeigen. Doch dieses Debüt wirft wichtige Fragen auf, denen wir uns als Gesellschaft stellen müssen.

 



 

 

 


 

Buchmesse Leipzig 2026: Wir sind wieder mit dabei!

26. Feb. 2026
Kategorie: News

Der Countdown für die Leipziger Buchmesse läuft. Das SYNDIKAT ist beim Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche erneut am Start. Ihr findet uns vom vom 19. bis 22. März in Halle 5 (Stand E507). 

Vorbeikommen lohnt sich! Ihr erfahrt alles über das SYNDIKAT und die CRIMINALE, den größten Krimi-Branchentreff Europas. In diesem Jahr sind wir vom 6. bis 9. Mai in Salzburg. Das wird kriminell gut!

Um euch die Wartezeit bis dahin zu verkürzen, haben wir die CRIMINALE-Anthologie MORD UND MOZARTKUGEL im Gepäck und ein besonderes Schmankerl.

Am Freitag, 20.03.2026, stellen wir euch die Anthologie von 14.00 bis 14.30 Uhr im Forum Lesereise (Halle 5, G 605) vor. 

 

Mit dabei sind Armin Gmeiner und Jochen Große Entrup vom Gmeiner-Verlag. Beate Ferchländer und Gudrun Wieser lesen aus ihren Geschichten. Klaus Maria Dechant moderiert die Veranstaltung.

Hier geht es zum Veranstaltungs-Link der Messe Leipzig. Da könnt ihr auch die Anthologie bestellen.

 Ihr möchtet nähere Infos zu MORD UND MOZARTKUGEL? Bitte sehr!

 Wir freuen uns auf viele Besucherinnen und Besucher, gute Gespräche und einen reißenden Bücher-Absatz.

Cover Mord und Mozartkugel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Foto: Gmeiner-Verlag

Loewe-Verlag führt das Label “Ohne KI” ein

25. Feb. 2026
Kategorie: News
Der Loewe-Verlag setzt ein Zeichen gegen die Schwemme KI-generierter Bücher.  Das neue Label "Ohne KI"  ist ab sofort in Online-Shops auf den Coverabbildungen von Loewe-Büchern zu sehen. Mit dem neuen Label zeigt der Verlag  auf den ersten Blick, welche Titel von Menschen geschrieben, illustriert und verlegerisch betreut wurden. So bietet Loewe den Leserinnen und Lesern Orientierung und sorgt für Transparenz.

Vorstellung der GLAUSER-Nominierten 2026: Kategorie "Jugendkrimi": Alexandra Fischer-Hunold

23. Feb. 2026
Kategorie: News

 Wir stellen euch, nach und nach, die Nominierten der GLAUSER-Preise vor:

 

Fräulein Florentine
Alexandra Fischer Hunold Foto picture people

Alexandra Fischer-Hunold

Fräulein Florentines Gespür für Mord (Ueberreuter)

(Foto © picture people ) 

Florentine Falkenberg kommt aus gutem Hause und rebelliert gegen die Konventionen ihrer Zeit, die für junge Frauen eine Heirat als Lebensziel vorsehen. Florentine studiert heimlich an der Charité und schreibt Artikel für eine Zeitung. Als Amandus Graf von Lauenburg auf seiner eigenen Hochzeit ermordet und ihr Bruder Leopold der Tat verdächtigt wird, nimmt Florentine auf eigene Faust die Ermittlungen auf und verfolgt die Spur des wahren Täters … Was bedeuten die letzten Worte, die das Mordopfer ihr zugeflüstert hat? Und wer sind die geheimnisvollen drei Schwestern, die offenbar mit dem Tod des Mannes in Verbindung stehen?

Alexandra Fischer-Hunold hat mit Fräulein Florentines Gespür für Mord einen spannenden, in der wilhelminischen Ära spielenden Kriminalroman mit einer klugen Protagonistin geschaffen, der sowohl sprachlich wie auch durch fein gezeichnete Charaktere und einen durchdachten Plot überzeugt.


 

 


 

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