Nachsaison auf Amrum

Die Insel stellt sich auf ruhigere Zeiten ein. Doch plötzlich brechen für die Inselpolizei turbulente Zeiten an. Eine prominente Tote, deren Personalie Inselpolizist Nanning Tadsen aus gutem Grund zu verschleiern versucht, wird in peinlicher Position aufgefunden. Und Elke Hundgeburth, die Kölner Kommissarin, auf der Insel eigentlich als Urlauberin unterwegs, stolpert immer wieder über einen alten, unaufgeklärten Fall. Die rasante Entwicklung der Ereignisse können beide nur gemeinsam meistern. ................................................................................................................................................................................ Volker Streiter, wurde 1961 im westfälischen Soest geboren. Nach seiner Ausbildung zum Polizisten durfte er in Köln seinen Dienst versehen. Dazu gehörten ein langjährigem Streifendienst, dem verschiedene Stationen folgten. Zur Zeit arbeitet er als Einsatztrainer für ausgebildete Polizisten. Die Domstadt wurde schnell zur Wahlheimat, über die er inzwischen auch den Stadtführer „Mit Caspar, Melchior und Balthasar durch Köln“, wie auch den Kölner Kirchenkrimi „Blutzeug“ geschrieben hat. Volker Streiter lebt und arbeitet natürlich in Köln, in seinem Gartenteich schwimmen sieben Goldfische. http://www.volker-streiter.de ................................................................................................................................................................................

Drei Fragen an Volker Streiter

Wann begann Ihre kriminelle Laufbahn? 2009, damals war ich in mörderischen Kirchenkreisen unterwegs, aber mit diesen Verbrechen konnte ich dem Syndikat nicht beitreten. Das gelang erst 2011. Wie viele Verbrechen gehen auf Ihr Konto? Insgesamt komme ich auf 8 Taten, Totschläge und Morde, aufgeteilt in drei Sachverhalten. Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen? Manchmal trifft‘s auch den Richtigen. Und bei den Ermittlungen lernt man so nette Leute kennen. ................................................................................................................................................................................

Pressestimmen

Auch wenn ich als "Inselsheriff" teilweise Informationen zum Buch beigetragen habe, versuche ich eine objektive Beurteilung abzugeben: Alles in allem aber eine sehr realistische und durchaus denkbare Story, die Lust auf "Meer" macht. Ralf Klein, der „echte“ Inselpolizist, auf Amazon ................................................................................................................................................................................

Leseprobe

Über dem Kai schoben sich schwarze Wolken vor den grauen Himmel. Der Wind blies Tadsen Gischt ins Gesicht. Plötzlich schoss eine Möwe aus dem Nichts ins Wasser und schnappte sich einen Fisch. Vergeblich kämpfte der zappelnd im Schnabel des Vogels. »Kann sein, dass es ruhig bleibt«, meinte der alte Inselpolizist mehr zu sich selbst. Sein Blick schweifte über den sich verdüsternden Wolkenhimmel zum Möwenschnabel mit dem blutroten Punkt. Er beobachtete, wie Lautenschlag in dem Schiff verschwand. »Das letzte Oktoberlicht ist trügerisch«, murmelte er und hob grüßend die Hand. Nachdenklich sah Tadsen der Fähre hinterher, wie sie in einem Bogen nach rechts begann, die Insel zu umfahren. Sie würde erst Wyk auf Föhr ansteuern, um danach bei Dagebüll das Festland zu erreichen. Erneut vibrierte sein Telefon in der Hosentasche. Das Display zeigte die Nummer der Polizeiwache Nebel an. »Ocke, was gibts denn?« »Nanning, wir brauchen die Niebüller. Da ist was passiert.« Polizeihauptmeister Ocke Petersen, eingeborener Amrumer und zweiter Mann auf der Polizeistation, klang aufgeregt. Das passierte ihm eher selten. »Jetzt werd mal konkreter. Die Festlandkollegen kommen ja nicht einfach so zu uns rüber. Also, was hast du?« »Wir müssen zum Hotel Ual-Tüs in Norddorf.« Tadsen nickte bei dem Gedanken an das stattliche, mit Reetgras bedeckte Haus am Dorfrand, das hinter einer Gartenmauer aus Findlingen lag. Es war eine liebevoll restaurierte Unterkunft für die wohlhabenderen unter den Touristen und wurde von Meenhard Weertsen geführt. »Der Besitzer hat angerufen. Sein Zimmermädchen hat ihn alarmiert. « Der Polizist an der Mole drehte sich, das Telefon am Ohr, von der Kaimauer weg und ging zum Streifenwagen. Er dachte an die Möwe, die sich eben noch den Fisch geschnappt hatte. »Also, wir haben da in einem der Zimmer wohl eine Tote. Jedenfalls sagt das der Meenhard. – Treff ich dich da oben?« Tadsen verkniff sich weitere Fragen. * * * Frühere „Empfehlungen der Woche“ finden Sie hier >>