Nominierte für den GLAUSER 2026 in der Kategorie "Jugendkrimi"!
Der Preis in der Kategorie "Kinderkrimi" sowie "Jugendkrimi" ist mit 2.000 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert. Der oder die PreisträgerIn 2026 wird am Samstag, den 9. Mai 2026, in einer großen Gala im Rahmen der CRIMINALE in Salzburg verkündet und geehrt.

NominiertE für den GLAUSER 2026 in der Kategorie "Jugendkrimi"
(in alphabetischer Reihenfolge)
Alexandra Fischer-Hunold: Fräulein Florentines Gespür für Mord (Ueberreuter)
Antonia Michaelis und Peer Martin: Tomorrow Land (Oetinger)
Nina Scheweling: Academy of lies - Anatomie einer Verschwörung (Loewe)


Alexandra Fischer-Hunold
Fräulein Florentines Gespür für Mord (Ueberreuter)
(Foto © picture people )
Florentine Falkenberg kommt aus gutem Hause und rebelliert gegen die Konventionen ihrer Zeit, die für junge Frauen eine Heirat als Lebensziel vorsehen. Florentine studiert heimlich an der Charité und schreibt Artikel für eine Zeitung. Als Amandus Graf von Lauenburg auf seiner eigenen Hochzeit ermordet und ihr Bruder Leopold der Tat verdächtigt wird, nimmt Florentine auf eigene Faust die Ermittlungen auf und verfolgt die Spur des wahren Täters … Was bedeuten die letzten Worte, die das Mordopfer ihr zugeflüstert hat? Und wer sind die geheimnisvollen drei Schwestern, die offenbar mit dem Tod des Mannes in Verbindung stehen?
Alexandra Fischer-Hunold hat mit Fräulein Florentines Gespür für Mord einen spannenden, in der wilhelminischen Ära spielenden Kriminalroman mit einer klugen Protagonistin geschaffen, der sowohl sprachlich wie auch durch fein gezeichnete Charaktere und einen durchdachten Plot überzeugt.


Antonia Michaelis (Foto © Joerg Schwalfenberg) und Peer Martin (Foto © Catherine Martin)
Tomorrow Land (Oetinger)
Es beginnt mit einem Sturm, einem Unwetter. Das Klima ist außer Kontrolle. Wie so vieles in diesem dystopischen Politroman; im Einparteienstaat Deutschland. Unsere Protagonisten fliehen. Hannes, weil er im Gefängnis saß, und Moa, weil er als Nigerianer gar nicht hier sein dürfte. Gemeinsam mit Greta-Anna, der Tochter aus der Machtelite, werden sie Verbrechen unvorstellbaren Ausmaßes aufdecken.
Antonia Michaelis und Peer Martin drehen in ihrem düsteren Thriller die Temperatur so hoch, dass es bisweilen schwer auszuhalten ist. Das ist Absicht. Denn ihre Zukunft ohne Rechtsstaat, ohne Regen und ohne Hoffnung ist nicht weit entfernt. Die beiden schicken uns auf eine atemlose Lektüre, ziehen uns mit schillernden Figuren und temporeichen Gefahren in einen Sog, und verweben dabei die menschenverachtendsten Ideen vergangener Diktaturen mit den albtraumhaftesten Zukunftstechnologien. Geschaffen haben sie einen wichtigen, einen aufrüttelnden Jugendroman in der besten Tradition mahnender Klassiker.


Nina Scheweling
Academy of lies - Anatomie einer Verschwörung (Loewe)
(Foto © Peter Fraensemeier)
Quinn Schreiber will den Tod verstehen. Denn Quinn wird sterben. Ihr Spenderherz wird bald den Dienst versagen, die Chancen auf ein neues stehen schlecht. Deswegen studiert Quinn Medizin an einer Eliteuniversität, setzt sich mit den verschiedenen Todesarten auseinander und schottet sich von ihren Mitmenschen ab. Statt mit ihrer WG-Partnerin und den anderen Erstsemestern ihren 18. Geburtstag zu feiern, lässt sie sich in der Bibliothek einschließen und beobachtet den Mord am Rektor der Akademie. Wenig später stirbt eine Studentin. Ausgerechnet Quinns Bruder gerät ins Visier der Ermittlungen, dabei ist er „einer von den Guten“. Quinn muss herausfinden, was wirklich geschehen ist. Dafür muss sie den Lügen der Akademie auf die Spur kommen und sich dem Leben stellen.
Jury:
Heike Gerdes, Oliver Schlick, Elisabeth Herrmann, David Frogier de Ponlevoy und Anke Kemper (Juryrganisation)
(Die Aussschreibungen für das Jahr 2027 finden Sie hier.)
Nominierte für den GLAUSER-Preis 2026 in der Kategorie "Kinderkrimi"
Der Preis in der Kategorie "Kinderkrimi" sowie "Jugendkrimi" ist mit 2.000 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert. Der oder die PreisträgerIn 2026 wird am Samstag, den 9. Mai 2026, in einer großen Gala im Rahmen der CRIMINALE in Salzburg verkündet und geehrt.

NominiertE für den GLAUSER-Preis 2026 in der Kategorie "Kinderkrimi"
(in alphabetischer Reihenfolge)
Matthias Kröner: Detektiv Ameisis (Beltz&Geldberg)
Benedict Mirow: Joshua Jackelby (Thienemann)
Rieke Patwardhan: Maggie Müller ermittelt - Ein GANS furchterregender Fall (Carlsen)

Matthias Kröner
Detektiv Ameisis (Beltz&Geldberg)
(Foto © Gabriele Kröner)

Der Aufzug ist kaputt, der Ventilator sowieso – in seinem Detektivbüro im 47. Stock hat sich Ameisenbär Ameisis längst damit abgefunden, ein Privatschnüffler ohne Aufträge zu sein. Dann tritt die Nashornfrau Nita in sein Leben. Plötzlich soll Ameisis nicht nur eine Entführung aufklären, sondern befindet sich inmitten eines Polit-Thrillers. Lebensgefährlich für ihn, seine Familie – und alle Bewohner der Außenbezirke. Denn der Schauplatz dieses Romans ist eine mit Tieren bevölkerte Stadt, in der Ungleichheit und Ausgrenzung längst zur Normalität geworden sind.
Mit schwebend-augenzwinkerndem Humor und scharfer politischer Feder hat Matthias Kröner eine Tierfabel entworfen, die rasant und zielsicher durch mehrere Themenfelder gleichzeitig tanzt. Was als lockere Persiflage auf den Film Noir beginnt, weitet sich zu einer Geschichte über Korruption, Klassenkampf und Verrat. Das alles in kindgerechter Sprache sowie einem Gespür für feine Komik. Ein wortmächtiges und gesellschaftskritisch hellwaches Buch.


Benedict Mirow
Joshua Jackelby (Thienemann)
(Foto © Stephan Rumpf)
Joshua Jackelby schlägt sich als Zeitungsjunge im viktorianischen London durch. Seine Heimat ist eine Nische beim Kohlelager der Waterloo Station, seine Familie die Straßenkinder, mit denen er alles teilt, was die Reisenden zwischen den Bänken und unter den Sitzen vergessen. Er träumt von einer Zukunft als berittener Bote der Königin. Als Joshua und seine Freunde Zeugen eines schrecklichen Verbrechens werden, geraten sie in die Ermittlungen - und in Lebensgefahr.
Sie tauchen in die dunklen Gassen Londons ein, eine Welt voller Schurken, feindlicher Straßenbanden und geheimnisvoller Zirkusartisten. Im Wettlauf mit der Zeit jagen sie skrupellose Diebe, die eine sensationelle Erfindung gestohlen haben. Ein atmosphärisch dichter, abenteuerlicher Kinderroman, der einen von Anfang an fesselt. Ein bisschen Charles Dickens, ein bisschen Steampunk und ganz viel Herz und Freundschaft.


Rieke Patwardhan
Maggie Müller ermittelt - Ein GANS furchterregender Fall (Carlsen)
(Foto © privat)
Maggie Müller ist mutig, schlau, arbeitet an einem Kefir betriebenen Raumschiff – und träumt davon, einmal Detektivin in Schottland zu werden. Als die Gänse ihrer Nachbarin, der überängstlichen Autorin Violetta Winkelmann, entführt werden, nehmen Maggie und ihr Freund Samuel die Ermittlungen auf. Hat Violettas burschikose Agentin Rosi etwas mit dem Verschwinden der Tiere zu tun? Oder ihre spießigen Nachbarn, denen das Federvieh schon lange ein Dorn im Auge ist? Maggie ermittelt in alle Richtungen, aber dann entwickelt sich der Fall Gans anders, als sie vermutet hat …
Rieke Patwardhan ist mit Maggie Müller ermittelt – Ein Gans furchterregender Fall ein spannender und warmherziger Kinderkrimi gelungen, der sich durch seine leichte, humorvolle Sprache auszeichnet und dessen liebenswerter Protagonistin Maggie man mit großem Vergnügen bei ihren Ermittlungen folgt.
Jury:
Heike Gerdes, Oliver Schlick, Elisabeth Herrmann, David Frogier de Ponlevoy und Anke Kemper (Juryrganisation)
(Die Aussschreibungen für das Jahr 2027 finden Sie hier.)
Preisträger des GLAUSER 2025 in der Kategorie "Jugendkrimi"

Der GLAUSER-Preis 2025 in der Kategorie "Jugendkrimi" geht an Andreas Brettschneider. Die Auszeichnung wurde am Samstag, den 12. April 2025, in einer großen Gala im Rahmen der CRIMINALE in Schwetzingen verliehen. Der Preis ist mit 2.000 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert.
Preisträger des GLAUSER 2025 in der Kategorie "JUGENDkrimi":
Andreas Brettschneider: Die Falle


Andreas Brettschneider
Die Falle (Ueberreuter)
(Foto: Silvia Brandt)
Mit seinem Buch „Die Falle“ ist Andreas Brettschneider ein spannendes und außergewöhnliches Buch über ein aktuelles Thema gelungen, das es schafft, nicht nur den jugendlichen Leser mitzureißen: Mobbing. Stellung beziehen, sich nicht wegzuducken ist gerade in der heutigen Zeit sehr wichtig und in diesem Buch in einem spannenden Plot und jugendnaher, griffiger Sprache verpackt.
Mobbing ist an der Schule des 16-jährigen Victors an der Tagesordnung, die Gang von Jussem macht jeden Schultag zur Qual. Victor gehört zur schweigenden Mehrheit, die versucht, nicht aufzufallen, um nicht selbst gemobbt zu werden. Der neue Schüler Martin will diese Angstspirale durchbrechen, indem er eine Bärenfalle aufstellt, in der sich der Anführer der Mobber schwer verletzt. Feinsinnig und authentisch erzählt Brettschneider, wie sich die ehemals Gemobbten Victor und Martin anschließen und Victor mit Schrecken feststellen muss, wie schnell sich die Machtverhältnisse komplett umkehren können und man sich im Recht fühlt, wenn man Grenzen überschreitet, und die ehemaligen Opfer zu Tätern werden. Trotz des ernsten Themas spürt man nie den erhobenen pädagogischen Zeigefinger. Im Gegenteil, die Geschichte des sympathischen Außenseiters Victor liest sich sehr unterhaltsam, teilweise auch lustig: Genau wie bei vielen Jugendlichen dieses Alters ist er geprägt von Unsicherheit, reflektiert aber auch sehr sein Verhalten. Die Gedanken und Bedenken des Protagonisten sind sehr authentisch erzählt, nie moralisierend und geben viele Anstöße für eigene Überlegungen zu diesem Thema. Gerade in der heutigen Zeit, in der Zivilcourage und das Einsetzen für eigene Werte sehr wichtig sind, ein sehr gelungenes Buch!
Ein bis zur letzten Seite spannend und vielschichtig erzähltes Buch über Zivilcourage, die erste Liebe und Freundschaft. Eine Geschichte, die unter die Haut geht!
Außerdem nominiert waren:
Maja Nielsen: Der Tunnelbauer (Gerstenberg)
Ursula Poznanski: Scandor (Loewe)
Jury:
Saskia Gauthier, Horst-Dieter Radke, Cornelia Franz, Susanne Hanika und Anke Kemper (Juryrganisation)
Die PreisträgerInnen der Vorjahre finden Sie hier.
Preisträgerin des GLAUSER 2025 in der Kategorie "Kinderkrimi"

Der GLAUSER-Preis 2025 in der Kategorie "Kinderkrimi" geht an Alice Pantermüller. Die Auszeichnung wurde am Samstag, den 12. April 2025, in einer großen Gala im Rahmen der CRIMINALE in Schwetzingen verliehen. Der Preis ist mit 2.000 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert.
Preisträgerin des GLAUSER 2025 in der Kategorie "Kinderkrimi":
Alice Pantermüller: Die außergewöhnlichen Fälle der Florentine Blix – Die Rache des Seesterns (Arena)


Alice Pantermüller
Die außergewöhnlichen Fälle der Florentine Blix – Die Rache des Seesterns (Arena)
(Foto © privat)
Florentine ist besonders. Sie interessiert sich für Mumien, hat einen messerscharfen Verstand und sagt, was sie denkt. Wenn sie erwachsen ist, will sie Kriminalkommissarin werden. Schon jetzt löst die 13-Jährige Fälle und wenn sie Ermittlungen aufnimmt, fühlt es sich mindestens grasgrün an. Denn wenn für sie etwas falsch ist oder sich nicht richtig anfühlt, dann ist es eher lachsrot oder gleicht einer verdorbenen Tomatensuppe. Smalltalk kann sie überhaupt nicht. Wie gut, dass ihre Freunde Bo und Maja stets an ihrer Seite sind. Denn eins steht fest: Die beiden wissen viel besser, wie Menschen funktionieren.
Eigentlich ist Florentine damit beschäftigt, das Geheimnis um ihre beste Freundin Maja zu lösen, da fällt ihre Nachbarin über einen Stolperdraht die Treppe hinunter. Ein fieses Verbrechen, das unbedingt aufgeklärt werden muss. Ganz klar ein Fall für Florentine Blix. Zusammen mit ihren Freunden startet sie mit den Ermittlungen. Aber bei dem einen Verbrechen bleibt es nicht. Als kurz darauf eine Wäscheleine in Brand gesetzt wird, erkennen sie, dass sie einer mysteriösen Verbrechensserie auf der Spur sind. Und welches Geheimnis bergen die vertrockneten Seesterne, die an den Tatorten zurückgelassen werden? Gibt es etwa einen Zusammenhang mit einem Fall aus der Vergangenheit? Die Ermittlungen lassen die Kids bald vermuten, dass es sich um eine Racheserie handelt. Doch wer will sich an wem rächen und warum?
Alice Pantermüller gelingt es meisterhaft, ein brandaktuelles Thema in einen spannenden und witzigen Kinderkrimi zu verpacken. Die besonderen Eigenheiten ihrer jungen Ermittlerin Florentine Blix erlauben der Leserschaft darüber hinaus auf liebevolle Weise ein tiefliegendes Verständnis für Menschen mit Autismus. Zusammen mit der abwechslungsreichen, fantasievollen Gestaltung ein unvergleichliches Lesevergnügen für Jung und Alt.
Außerdem nominiert waren:
Marie Braner: Das Leuchtturm-Geheimnis (Magellan)
Benjamin Tienti: Wer schnappt Ronaldo? Kopfgeld auf ein Chamäleon (Oetinger)
Jury:
Saskia Gauthier, Horst-Dieter Radke, Cornelia Franz, Susanne Hanika und Anke Kemper (Juryrganisation)
Die PreisträgerInnen der Vorjahre finden Sie hier.
Die Nominierten für den GLAUSER 2025 in der Kategorie "Jugendkrimi"
Der Preis in der Kategorie "Kinderkrimi" sowie "Jugendkrimi" ist mit 2.000 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert. Der oder die PreisträgerIn 2025 wird am Samstag, den 12. April 2025, in einer großen Gala im Rahmen der CRIMINALE in Schwetzingen verkündet und geehrt.
NominiertE für den GLAUSER 2025 in der Kategorie "Jugendkrimi"
(in alphabetischer Reihenfolge)
Andreas Brettschneider: Die Falle (Ueberreuter)
Maja Nielsen: Der Tunnelbauer (Gerstenberg)
Ursula Poznanski: Scandor (Loewe)


Andreas Brettschneider
Die Falle (Ueberreuter)
Mobbing ist an der Schule des 16-jährigen Victors an der Tagesordnung, die Gang von Jussem macht jeden Schultag zur Qual. Victor gehört zur schweigenden Mehrheit, die nur in Deckung geht, um nicht selbst gemobbt zu werden. Doch dann will der neue Schüler Martin den ewigen Kreis des Sich-Duckens durchbrechen: Victor und Martin stellen eine Bärenfalle auf, in der sich der Anführer der Mobber schwer verletzt. Feinsinnig und authentisch erzählt Brettschneider, wie sich die ehemals Gemobbten Victor und Martin anschließen und Victor mit Schrecken feststellen muss, wie schnell sich die Machtverhältnisse komplett umkehren können und man selbst in die Spirale der Gewalt geraten kann. Wie rasant Zivilcourage in Mobbing übergehen kann und man sich im Recht fühlt, wenn man Grenzen überschreitet und Macht ausübt. Ein bis zur letzten Seite spannend und vielschichtig erzähltes Buch über Zivilcourage, die erste Liebe und Freundschaft. Eine Geschichte, die unter die Haut geht!


Maja Nielsen
Der Tunnelbauer (Gerstenberg)
(Foto © Kay Maeritz)
Mit dem Bau der Mauer in Berlin schlägt das DDR-Regime 1969 einen härteren Ton an. An der Tagesordnung sind in der Folge Misstrauen, Verfolgung und Verhaftungen. Für Achim, der gerade das Abitur in der Tasche, außerdem einen Studienplatz sicher hat, ändert sich über Nacht alles, als einer seiner Freunde im Gefängnis landet. Achim flieht illegal aus Ostberlin und lässt alle, die er liebt, zurück. Auch Chris, das Mädchen, das er liebt. Im Westen setzt er alles daran, Menschen aus der DDR bei ihrer Flucht zu unterstützen. Mit einer Gruppe Gleichgesinnter gräbt er nachts Tunnel von West- nach Ostberlin – in ständiger Angst, von der Stasi entdeckt zu werden, und voller Hoffnung, Chris eines Tages wiederzusehen.
Ein zeitgeschichtlicher Roman, dessen Krimihandlung nur darin begründet werden kann, dass die Tunnelbauer aus Sicht der DDR Straftaten begehen. Dieser spannende Roman von Maja Nielsen erzählt und bietet ein Stück Geschichte, die in Vergessenheit zu geraten droht.


Scandor (Loewe)
(Foto © Gaby Gerster)
Wie oft am Tag lügen Sie? Nicht oft? Dann und wann? Sehr selten? Ein paar Tage bei der Wahrheit zu bleiben kann doch eigentlich nicht so schwer sein, oder? Doch, was ist mit all den kleinen Lügen aus Bequemlichkeit, Freundlichkeit oder Rücksicht? Was wäre, wenn ein unscheinbarer Lügendetektor auch nur jede kleinste Unwahrheit unbarmherzig ans Licht zerren würde? Es ist eine Challenge der besonderen Art, auf die sich Tessa und Philipp einlassen. Einhundert Personen werden mit dem Lügendetektor Scandor ausgestattet. Die Wahrheit kann unendlich reich machen, jede noch so kleine Lüge hingegen lässt ihre schlimmsten Ängste wahr werden. Am Ende kann nur einer gewinnen und längst nicht alle spielen fair …
Ursula Poznanski ist mit Scandor eine unglaublich spannende Geschichte über Wahrheit, Lüge und Intrigen gelungen, deren Sog man sich nicht entziehen kann und die zum Nachdenken anregt, ob jede noch so kleine Notlüge im Alltag wirklich gerechtfertigt ist.
Jury:
Saskia Gauthier, Horst-Dieter Radke, Cornelia Franz, Susanne Hanika und Anke Kemper (Juryrganisation)
(Die Aussschreibungen für das Jahr 2026 finden Sie hier.)
Nominierte für den GLAUSER-Preis 2025 in der Kategorie "Kinderkrimi"
Der Preis in der Kategorie "Kinderkrimi" sowie "Jugendkrimi" ist mit 2.000 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert. Der oder die PreisträgerIn 2025 wird am Samstag, den 12. April 2025, in einer großen Gala im Rahmen der CRIMINALE in Schwetzingen verkündet und geehrt.

NominiertE für den GLAUSER-Preis 2025 in der Kategorie "Kinderkrimi"
(in alphabetischer Reihenfolge)
Marie Braner: Das Leuchtturm-Geheimnis (Magellan)
Alice Pantermüller: Die außergewöhnlichen Fälle der Florentine Blix – Die Rache des Seesterns (Arena)
Benjamin Tienti: Wer schnappt Ronaldo? Kopfgeld auf ein Chamäleon (Oetinger)
Marie Braner
Das Leuchtturm-Geheimnis (Magellan)
(Foto © privat)
Ein alter Leuchtturm, ein versteckt in den Dünen begrabenes Schiff, norddeutsches Schietwetter und Sturmgebraus! Als Fiete eine alte Flaschenpost zwischen den Felsen findet, beginnt das Abenteuer: Fiete, seine kleine Schwester Lille und seine beste Freundin Alice werden durch die rätselhafte Nachricht aus der Vergangenheit auf eine Schnitzeljagd quer über die Insel geschickt. Hat der Einbruch im Insel-Café etwas mit ihrer Suche zu tun? Und was will der fremde Einäugige, der immer wieder auftaucht? Am Ende lösen die Kinder das Rätsel und stoßen auf ein lang gehütetes Familiengeheimnis.
Marie Braner erzählt diese maritime Schnitzeljagd mit Freude am Detail und mit sehr viel Wärme. Nicht nur die drei Hauptpersonen, sondern auch all die anderen Charaktere sind wunderbar liebenswert geschildert. Ihr ist ein spannender Kinderkrimi und eine gefühlvolle Familiengeschichte gelungen.


Alice Pantermüller
Die außergewöhnlichen Fälle der Florentine Blix – Die Rache des Seesterns (Arena)
(Foto © privat)
Eine alte Frau, ein Stolperdraht und zwei gebrochene Handgelenke. Ganz klar ein Fall für Florentine Blix, 13 Jahre und eine Ermittlerin der besonderen Art. Zusammen mit ihren beiden Freunden Bo und Maja nehmen sie Ermittlungen auf und erkennen rasch, dass sie einer mysteriösen Verbrechensserie auf der Spur sind. Doch welches Geheimnis bergen die vertrockneten Seesterne, die an den Tatorten zurückgelassen werden? Gibt es etwa einen Zusammenhang mit einem Fall aus der Vergangenheit?
Alice Pantermüller gelingt es meisterhaft ein brandaktuelles Thema in einen spannenden und witzigen Kinderkrimi zu verpacken. Die besonderen Eigenheiten ihrer jungen Ermittlerin Florentine Blix erlauben der Leserschaft darüber hinaus auf liebevolle Weise ein tiefliegendes Verständnis für Menschen mit Autismus. Zusammen mit der abwechslungsreichen, fantasievollen Gestaltung ein unvergleichliches Lesevergnügen für Jung und Alt.


Benjamin Tienti
Wer schnappt Ronaldo? Kopfgeld auf ein Chamäleon (Oetinger)
Nivin und Linus träumen beide vom großen Geld – allerdings aus sehr unterschiedlichen Gründen. Nivin lebt mit ihrer Familie in einer zu kleinen Wohnung. Sie braucht das Geld für ein eigenes Zimmer. Linus, der aus einer wohlhabenden Familie kommt, möchte sich seinen Wunsch nach einem Pony erfüllen. Als die beiden Kinder Suchplakate für ein entlaufenes Chamäleon entdecken, für dessen Auffindung es eine hohe Belohnung gibt, ist ihnen klar: Sie müssen das Tier finden. Die beiden Konkurrenten merken schnell, dass sie kooperieren müssen. Die Suche entwickelt sich zu einem spannenden Abenteuer, bei dem sie auf schräge Charaktere treffen und sich eine echte Freundschaft entwickelt.
Benjamin Tienti erzählt einen originellen und kindgemäßen Berliner Kinder-Krimi, in welchem der Ausgang nicht vorhersehbar ist. Die Prota- und Antagonisten wirken wie aus dem Leben gegriffen, auch wenn sie manchmal ein wenig überspitzt dargestellt werden.
Jury:
Saskia Gauthier, Horst-Dieter Radke, Cornelia Franz, Susanne Hanika und Anke Kemper (Juryrganisation)
(Die Aussschreibungen für das Jahr 2026 finden Sie hier.)