Heidelberger Hexentanz
Marlene Bach

Emons Verlag

Taschenbuch

ISBN 978-3-7408-1848-7

14,– € [D], SFr. 20,– [CH], 14,40 € [A]
Ein diabolisches Spiel im idyllischen Neckartal.
Mila Böckle hat Liebeskummer, mal wieder. Doch eine Begegnung in den malerischen Gassen der Heidelberger Altstadt bringt sie auf andere Gedanken. Denn: Mila trifft auf Emma, die an einer geheimnisvollen Schnitzeljagd mit Rätseln zur Stadtgeschichte teilnimmt – am Ende soll ein kostbarer Gewinn warten. Mila beschließt zu helfen, aber was als harmloses Spiel beginnt, entpuppt sich als perfider Plan. Kann Hauptkommissarin Maria Mooser ihre Freundin noch rechtzeitig aus der Schlinge des Teufels befreien?
Marlene Bach

© Foto: privat

Marlene Bach

Marlene Bach wurde 1961 in Rheydt geboren und wuchs nahe der holländischen Grenze auf. Sie ist promovierte Psychologin und lebt seit 1997 in Heidelberg. Im Jahr 2006 erschien mit "Elenas Schweigen" ihr erster Kriminalroman im Emons Verlag, dem bislang sechs weitere folgten. Daneben verfasst sie Kurzgeschichten. Im Jahr 2011 erhielt sie den Walter-Kempowski-Literaturpreis.

Rezensionen

FRANKFURT LIVE: Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main Rezension „Diabolisches Spiel mit der Angst“ von Michael Hoerskens

(20.11.2023) 

„Das Böse lauert überall. So auch im Kriminalroman „Heidelberger Hexentanz“ von Marlene Bach. Der Leser wird dabei von einer spannenden Geschichte mit teuflischen Handlungen gefesselt, die vielerlei überraschende Wendungen nimmt.“

„Das Buch überzeugt auch durch erfrischende Aktualität und Authentizität.“

Rhein-Neckar Zeitung vom 16./17.9.2023

Ingeborg Salomon:

„In den Krimis der promovierten Psychologin sind spannende Handlungsstränge immer wieder mit Lokalkolorit verknüpft, sodass auch Einheimische noch einiges lernen können.“

„Marlene Bach schreibt mit viel Humor und Sympathie für ihre Protagonistinnen; und die knurrige Maria Mooser, die von Mila Böckle insgeheim „Krokodil“ genannt wird, ist den Lesern längst ans Herz gewachsen.“

Leseprobe

Es überlebt nur, wer sich an neue Gegebenheiten anpasst. Die Kakerlake ist ein gutes Beispiel dafür. Kakerlaken gibt es seit dreihundert Millionen Jahren. Manche Menschen finden sie ekelhaft, verachten sie, denken, sie wären etwas Besseres. Dabei ist die Kakerlake ihnen haushoch überlegen, was die Anpassung an veränderte Umstände angeht. Es wird sich zeigen, wer die Klimakrise überlebt. Ich tippe auf die Kakerlake. Sie ist mein großes Vorbild.

  Der Verrat war bitter. Die Missachtung meiner Regeln sehr, sehr bitter. Auch hier ist Anpassung gefragt. Ich habe mich entschieden: Das Spiel wird fortgesetzt. Es ist die beste Lösung. Die Weichen müssen neu gestellt werden. Natürlich bedeutet das ein Risiko. Aber – was macht das Leben denn spannend?

  Jetzt aufzuhören, wäre ein Trauerspiel. Die Rätsel sind interessant und erweitern den Horizont. Auch die Codewörter. Carroll2701. Ein klarer Bezug zum Thema, etwas versteckt, aber doch verstehbar. Die kleine Alice mit ihren seltsamen Wahrnehmungsstörungen. Da haben sie dem armen Carroll doch glatt unterstellt, er hätte Drogen genommen. LSD. Dabei gab es das zu seiner Zeit noch gar nicht. Ein perfektes Codewort. Es wird vielleicht niemand zu schätzen wissen, aber wenn man in die Niederungen der Kriminalität absteigt, kann ein gewisses Niveau nicht schaden.

  Ich bin überzeugt, vor mir liegt eine glänzende kriminelle Karriere. Früher konnte man Postkutschen überfallen, heute ist die Welt komplizierter geworden. Es gibt andere Geschäftsfelder, die sich auftun. Ich nutze nur, was sich als Möglichkeit bietet. Wer schlau ist, macht das. Gut, wer schlau ist und nicht zu viele Skrupel hat. Ich weiß, was ich tue, ist verachtenswert. Widerlich. Aber die Kakerlake ist es auch. Und wer lebt immer noch?