Die Bienenzüchterin
Mörderische Geschichten
Mitra Devi
Appenzeller Verlag
Im Zentrum des Geschehens stehen Frauen (und einige Männer), die lange drangsaliert wurden. Endlich raffen sie ihren Mut zusammen und schlagen zurück - und kommen mit ihrer Selbstjustiz unerkannt davon. So nutzt die Rächerin der Titelgeschichte ihre Spezialkenntnisse für ihre Tat, derweilen zwei alte Damen einen vertrackt-bösen, wackeren Kampf gegen einen lauten neuen Mitbewohner («Die Wüste lebt») führen. Andere Erzählungen spielen hintersinnig mit der menschlichen Psyche. Was die Kurzkrimis lesenswert macht, ist deren doppelter Boden. Die Autorin entwickelt nicht nur eine originelle Handlung mit vielen Einzelheiten, sondern schafft es auch, die Leserin und den Leser für das Schicksal ihrer Heldinnen und Helden zu interessieren. Mitra Devis Welt ist der pechschwarze Humor, wie man ihn sonst nur von den Engländern kennt. Dabei versteht sie es, ihren Geschichten stets eine verblüffende Wendung zu geben. Überraschungseffekte sind ihr Markenzeichen.
Mitra Devi
Mitra Devi, 1963 in Zürich geboren, (verstorben 2019) schriebund malte seit ihrer Jugend. Ihre Kurzkrimisammlung "Die Bienenzüchterin" erschien 2003. In den folgenden Jahren verfasste sie 12 Bücher, darunter schräge Gedichte, mörderische Kurzgeschichten und die Reihe mit der Zürcher Privatdetektivin Nora Tabani: 2008 erschien "Stumme Schuld", 2009 "Filmriss" (nominiert für den Zürcher Krimipreis), 2010 "Seelensplitter", 2011 "Das Kainszeichen" (nominiert für den Zürcher Krimipreis) und 2012 "Der Blutsfeind", der soeben mit dem Zürcher Krimipreis ausgezeichnet wurde. Während ihres Aufenthaltes als Stadtschreiberin in Leipzig (2007) schrieb sie den Krimi "Der Spinner von Leipzig". 2009 erhielt sie ein Stipendium des Literaturhauses Wiesbaden. Mitra Devi lebte als freie Autorin in Zürich und warnebst der Schriftstellerei auch als bildende Künstlerin, Journalistin und Filmemacherin tätig. Sie veröffentlichte auch den Dokumentarfilm "Vier Frauen und der Tod" .
