Pfützen schreien so laut ihr Licht
Friedrich Glauser

Pfützen schreien so laut ihr Licht

Gesammelte Gedichte

Koeltz Botanical Books

Broschur
1., Aufl., September 2008
sofort lieferbar
ISBN 9783907142332
22,– € [D], 22,70 € [A] , SFr. 28,– [CH]
     
Dem Gedicht galt Friedrich Glausers früheste und intensivste Ambition: Schriftsteller zu sein, hiess für ihn zunächst und vor allem: Gedichte zu schreiben. In der lyrischen Form glaubte er, seine Gefühle und sein inneres Erleben ausdrücken zu können. Vorbilder waren für ihn Mallarmé und Trakl; der Ton entspricht dem expressionistischen Tenor der Zeit am Ende des Ersten Weltkriegs.
Doch Glauser sah sich scheitern. Keiner dieser Texte wurde gedruckt. Für die Sammlung seiner Gedichte, die er 1919 zusammenstellte und in den folgenden Jahren mehrmals überarbeitete, fand sich kein Verleger. Auch später änderte sich daran nichts, obwohl sich Glausers Ton nach der Rückkehr aus der Fremdenlegion deutlich veränderte: In den Gedichten, die ab Mitte der 1920er Jahre entstehen, ist das Pathos merklich zurückgenommen; anstelle von grellen Bildern und dunkler Symbolik entwickelt Glauser nun einen Stil lakonischer Andeutungen.
Doch auch diese Gedichte blieben ungedruckt, so dass Glauser bis heute ausschliesslich als Prosa–Autor bekannt ist. Der vorliegende Band versammelt alle von ihm erhalten gebliebenen lyrischen Texte und dokumentiert im kritischen Anhang sämtliche Varianten. Damit wird versucht, Glausers frühester und tiefster literarischen Leidenschaft eine verspätete Würdigung widerfahren zu lassen.

Glausers Fremdenlegionsroman 'Gourrama' und die Wachtmeister–Studer–Krimis gelten heute als Marksteine in der Schweizer Literatur des 20. Jahrhunderts. Seine Gedichte erscheinen hier zum ersten Mal in Buchform.

Glausers Gedichte
– bis heute ungedruckt –
in einer umfassenden,
kritisch annotierten Edition
Friedrich Glauser

Friedrich Glauser

Friedrich Glauser

Der Schweizer Schriftsteller Friedrich Glauser (1896-1938) schuf mit der Figur seines Wachtmeister Studer eine der ersten Detektivgestalten des deutschprachigen Raumes. Studer, Protagonist von insgesamt fünf Romanen und mehrerer Kurzgeschichten, trat zum ersten Mal 1936 in dem gleichnamigen Roman auf. "Intuition und gesunder Menschenverstand helfen Studer, die meist tragischen Fälle zu lösen; einfache Menschen sind Opfer der Umstände geworden", heißt es dazu in Reclams Kriminalromanführer (Stuttgart, 1978). "Die obere Gesellschaftschicht erscheint als verloren und wird bitter karikiert."

Seit nunmehr 30 Jahren verleihen die Autorinnen und Autoren des SYNDIKATs – vertreten durch eine Autoren-Jury und in Erinnerung an ihren "Schutzpatron" – jedes Jahr den Friedrich-Glauser-Preis. Der Autorenpreis deutschsprachige Kriminalliteratur wird in mehreren Sparten vergeben: Von Anfang an ist der "Roman" vertreten (dotiert mit 5.000 Euro), seit 2002 wird der Preis zusätzlich in den Sparten "Debütroman" (dotiert mit 1.500 Euro) und "Kurzkrimi" (dotiert mit 1.000 Euro) verliehen. Der Hansjörg-Martin-Preis für den besten Kinder- und Jugendkrimi wird seit 2000 verliehen und ist mit einem Preisgeld von 2.500 Euro verbunden. Das Besondere dabei: Die Preisgelder werden von den Autorinnen und Autoren des SYNDIKATs selbst aufgebracht. Zudem gibt es den "Ehrenglauser" für die Verdienste einer Person, die sich in besonderem Maße um den deutsprachigen Kriminalroman verdient gemacht hat. Der "Ehrenglauser" ist nicht dotiert.