Das Deutsche Kaiserreich und seine Justiz.
Uwe Wilhelm

Das Deutsche Kaiserreich und seine Justiz.

Justizkritik - politische Strafrechtsprechung - Justizpolitik.

Duncker & Humblot

Taschenbuch
Februar 2010
sofort lieferbar
ISBN 9783428129720
98,– € [D], 1–,80 € [A]
     
Kritik an der Justiz war im Deutschen Kaiserreich ein Dauerthema. Die Vorwürfe richteten sich gegen alle Teile des Justizsystems und verdichteten sich in den 1890er Jahren zu einer handfesten "Vertrauenskrise", die trotz vielfältiger Reformbemühungen bis 1914 anhielt.

Die vorliegende Arbeit interpretiert die Zusammenhänge in erster Linie als Folge der zwiespältigen Modernisierung Deutschlands: Während der rapide ökonomische und gesellschaftliche Wandel die Gerichte fortwährend mit neuen brisanten Streitsachen konfrontierte, hielt vor allem Preußen an der Strafgewalt als Instrument gegen politisch Andersdenkende fest. Die rechtsstaatlichen Grenzen blieben dabei zwar im großen und ganzen gewahrt, gleichwohl trug die Kritik maßgeblich dazu bei, die Legitimität des monarchischen Staates zu untergraben. Die Studie beruht auf einer breiten Materialbasis und greift zeitlich bis zur Revolution von 1848/49 zurück.
Uwe Wilhelm

Uwe Wilhelm

Uwe Wilhelm, geb. 28. März 1957. Mehrere Schulen in Hessen, trotzdem erfolgreiches Abitur mit anschließend dreijähriger Phase des Suchens, Findens und Verlierens. Jobs als Bauarbeiter, Taxifahrer, Musiker und zuletzt drei Jahre Studium Germanistik und Philosophie führen zur Erkenntnis, dass nichts davon Berufung ist. Ein Schauspielstudium an der Folkwang Hochschule Essen sowie Engagements in Essen, Hannover und Berlin enden in der Neubesinnung in Richtung Drehbuchschreiben. Daraus folgen 120 Drehbücher für Kino und Fernsehen (u.a. Bernd Eichinger, Til Schweiger, Katja von Garnier). Ein überschaubares, fünfjähriges Abenteuer als Vorstand Produktion der Watch Entertainment AG endet 2007. Mit einer schweren Krise im Jahr 2015 endet der Ausflug ins Filmgeschäft. Seitdem Romane und Thriller. Und im August 2018 zusammen mit Martin Lutz und Sven Felix Kellerhoff „Die Tote im Wannsee“.

Näheres unter: www.uwewilhelm.de