Elitewahn
Biggi Rist

Elitewahn

Der 2. Fall für Malie Abendroth und Lioba Hanfstängl

Gmeiner Verlag

Abendroth und Hanfstängl [2]

348 Seiten
1. Auflage, Juli 2018
sofort lieferbar
ISBN 9783839223093
14,– € [D], 14,40 € [A] , SFr. 20,90 [CH]
     

Im Eliteinternat Schloss Waldesruh stirbt ein junger Lehrer angeblich eines natürlichen Todes. Malie, die ihn kannte, hegt Zweifel, da er ihr kurz zuvor von seltsamen Vorgängen im Internat berichtete. Tage später findet ihre Freundin Lioba die Leiche eines Professors, der sich für die Geschichte des Schlosses interessierte. Gemeinsam versuchen die Frauen das Geheimnis, welches sich hinter den Schlossmauern verbirgt, aufzuspüren. Malie kommt ihrem Gegner gefährlich nahe und gerät in Lebensgefahr …

 

 

Biggi Rist

Biggi Rist

geb. in Reutlingen, schrieb schon 7-jährig Geschichten auf der Schreibmaschine ihrer Mutter. Nach Besuch des Gymnasiums Ausbildung zur PTA an der Naturwissenschaftlich-Technischen Akademie in Isny/Allgäu. 15 Jahre tätig in der medizinischen Labordiagnostik, sowie in der Forschung, und Co-Autorin wissenschaftlicher Publikationen. Von 1993-1995 hat sie in Melbourne/Australien gelebt. 2005 erfolgte der Umzug von Baden-Württemberg (Wannweil bei Reutlingen) nach Lilienthal/Niedersachsen am Rande Bremens. 2007 Zusatzausbildung zur Pferdephysiotherapeutin. Familie: ein Mann, ein Pferd und keine Kinder. ´Schwanensterben` ist ihr Debutroman, den sie gemeinsam mit Liliane Skalecki beim Gmeiner Verlag 2012 veröffentlicht hat. 2013 erschien im selben Verlag der zweite Krimi "Rotglut". Der dritte Krimi mit dem Ermittler Hölzle wurde im Juli 2014 unter dem Titel "Mordsgrimm" veröffentlicht. Im November 2014 erschien die Kurzgeschichte "Farbe. Gerührt, nicht geschüttelt." in der Anthologie "Muse, Mord und Pinselstrich". Im Februar 2016 erschien der 4. Fall für Hölzle - RABENFRAß (Gmeiner Verlag). Am 1. November 2016 wurde die Kurzgeschichte "Two in one" in der Krimi-Anthologie "Handwerk hat blutigen Boden" im KBV-Verlag veröffentlicht. Im Februar 2017 erscheint ein brandneuer Kriminalroman, den sie wieder gemeinsam mit Liliane Skalecki geschrieben hat. "Ausgerottet" behandelt das Thema "Illegaler Handel mit artgeschützten Tieren". Bei den Recherchearbeiten ist eine Zusammenarbeit mit dem Leipziger Zoo entstanden, 1 Euro pro verkauftem Buch wird an den Zoo zur Unterstützung von Artenschutzprojekten zurückfließen. Aktuell ist Frostkalt - Hölzles 5. Fall erschienen und drei Kurzkrimis erscheinen im Herbst 2017 in verschiedenen Anthologien. Der zweite Fall für Malie Abendroth und Lioba Hanfstängl ist abgeschlossen - Elitewahn erscheint im Juli 2018. Ein historischer Roman, den sie unter Pseudonym veröffentlichte, ist seit 13.2.19 im Buchhandel erhältlich.

Elitewahn ist die Empfehlung der Woche der SYNDIKATs-Redaktion vom 29. Oktober 2018.

 

Auszüge aus Lesermeinungen:
"Heute ist Chemnitz in den Nachrichten. Aktueller könnte das Buch nicht sein. Ein schreckliches Thema, man darf aber nicht wegschauen. Es ist begängstigend, was auf den Straßen passiert."
Eine Leserin aus Plauen:
"Wer sich nicht vor gesellschaftspolitischen und schwierigen Themen wie der NS-Zeit scheut, wird dieses Buch mit viel innerem Gewinn lesen. Wer einen typischen 0815-Krimi sucht, sollte lieber zu einem anderen greifen. Mich hat das Buch sehr gefesselt, berührt und nachdenklich gemacht."

Drei Fragen an die Autorinnen Biggi Rist und Liliane Skalecki

Wann begann Ihre kriminelle Laufbahn?

2010

Warum haben Sie sich für ein Leben mit dem Verbrechen entschieden?

Weil wir morden können, ohne mit Strafe rechnen zu müssen.

Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?

Unsere Herzen sind rein.

Rezensionen

Zu Rotglut:
"Hintergründig, spannend, überraschend... SO soll ein Krimi sein. Ich bin begeistert!" ?Arno Strobel, Bestsellerautor

Generalbundesanwältin a. D. Monika Harms bescheinigt dem Buch:
"Der Terror der RAF versetzte ein ganzes Land in Angst und Schrecken, noch sind ihre Verbrechen nicht alle gesühnt. Obwohl er eine fiktive Geschichte erzählt, versteht es dieser Krimi glänzend, die Stimmung dieser Zeit einzufangen."

Zu Schwanensterben:
"Ein Ort, an dem tausende von Zwangsarbeitern in den Tod gegangen sind, ist auf den ersten Blick kein Ort für Unterhaltung. Wenn die Geschichte allerdings genau dies nicht ausblendet, sondern zum Thema macht und mit einer alten Verbindung ein neues Verständnis und eine neue Dramatik schafft, dann ist die Fährte gelegt. Es gibt dann nur noch ein Interesse: Wie hängt das alles zusammen und wie wird es sich auflösen?"
Eike Besuden, Filmemacher

Leseprobe:

Als Malie den ersten Stock erreichte, ertönte eine schnarrende Stimme aus einem der Klassenzimmer. Erst konnte sie akustisch nicht verstehen, was der Lehrer den Schülern erzählte, doch der herrische Ton ließ sie innehalten und näher an die Tür treten. Sie erinnerte sich an die Bemerkung des verstorbenen jungen Lehrers, von wegen hier herrsche ein militärischer Drill. Genauso hörte sich das an. Kurz sah sie sich um. Niemand zu sehen. Gut. Dann konnte sie doch mal lauschen, was hier jemand, einem Feldwebel gleich, mitzuteilen hatte.
„Sie sind hier, weil wir wieder männliche und wehrhafte junge Männer brauchen, um dieses Land davor zu bewahren, in völliger Dekadenz zu versinken. Deshalb haben wir von der PDW es uns zu unserer Aufgabe gemacht, Sie so auszubilden, dass Sie einmal in der Lage sind, Deutschland wieder zu dem zu machen, was es einmal war. Ein blühendes Land, ein Land, zu dem die übrige Welt aufsieht, ein Land, in dem es Arbeit für jeden gibt, ein Land, in dem Schmarotzer nichts zu suchen haben. Und dafür braucht dieses Land junge Menschen wie Sie, die bereit sind, zu führen und zu leiten, die bereit sind, Opfer für ihr Land zu bringen, die bereit sind, Verantwortung für Schwächere zu übernehmen.“
Malie bekam eine Gänsehaut, als sie die eindringlich vorgetragenen Worte vernahm. Das hörte sich ja an wie …
„Kann ich Ihnen helfen?“, fragte jemand laut.
Sie fuhr herum, fühlte sich ertappt und trat von der Tür weg. Hinter ihr stand die Sekretärin, adrett gekleidet, um den Hals lag ein kobaltblaues Seidentuch mit kupferfarbenem Muster. Bei näherem Hinsehen entpuppte es als ineinander verschlungene kleine Buchstaben. PDW. Partei der Werte.
„Ähm, nein, nein. Ich gebe zu, ich habe gelauscht. Der Herr da drin“, Malie deutete mit einem Kopfnicken auf die Tür, „hat eine so mitreißende Stimme, da wollte ich verstehen, um was es denn geht“, heuchelte sie. Ihre eigenen Worte dröhnten in ihren Ohren und ihr wurde speiübel davon.
„Ja, das kann ich verstehen. Wenn Herr Laugand seine Vorträge hält, das hat schon was. Er kann Menschen zusammenbringen und mobilisieren. Ein wahres Genie, dieser Mann“, schwärmte Irma Schomberger.
„Laugand sagten Sie? Ist er Lehrer hier am Internat?“, erkundigte sich Malie.
„Nein, nein. Herr Laugand ist Vorsitzender der Wilder-Stiftung, die begabten Kindern aus sozial schwächeren Familien die Möglichkeit bietet, hier ausgebildet zu werden“, klärte die Sekretärin sie auf.
Malie verabschiedete sich eilig von der Sekretärin und nahm sich vor, sich eingehender über die PDW und diesen Laugand zu informieren. Zuerst die Anstecknadel, jetzt dieser Internatsförderer, dann das Halstuch von Frau Schomberger. All diese Dinge wiesen dieselben Farben und dasselbe Muster auf. Ein bisschen viel PDW innerhalb weniger Tage.