Makrönchen, Mord und Mandelduft
Elke Pistor

Makrönchen, Mord und Mandelduft

Ein Weihnachtskrimi
Oktober 2017
sofort lieferbar
ISBN 9783740802035
11,90 € [D], 12,30 € [A]
Sonderpreis 0,– €
     
Die Miss Marple der Konditoren ermittelt auf dem Weihnachtsmarkt.



Annemie Engel liebt drei Dinge in ihrem Leben: Schlager, ihren Kater Belmondo und ihren Beruf als Konditorin. Andere Menschen hingegen mag sie gar nicht. Am liebsten bleibt sie in ihre Backstube und backt Kuchen, Torten und vor allem Plätzchen, die ihr Bruder Harald auf dem Weihnachtsmarkt verkauft. Doch als dieser kurz vor Weihnachten bei einer Explosion schwer verletzt und obendrein des Mordes verdächtigt wird, gerät ihre heile Welt aus den Fugen. Um ein altes Versprechen einzulösen, begibt sie sich auf die Suche nach dem wahren Mörder. Dabei ahnt sie nicht, welche Gefahren hinter den friedliche Kulissen des Niedelsinger Weihnachtsmarktes auf sie lauern.
Elke Pistor

Elke Pistor

Elke Pistor wurde 1967 geboren, ist verheiratet, hat zwei Kinder, drei Katzen und zahllose rote Accessoires. Sie liebt gute Freude, gutes Essen und gute Bücher und hasst Fanatiker jeglicher Couleur, Intoleranz und Ungerechtigkeit. Andere mögen an ihr ihren rheinländischen Humor, ihre Loyalität, Zuverlässigkeit und Selbstironie. 2011 fand sich ihr Name auf der Short-List zum "NordMordAward", 2014 erhielt sie das Töwerland-Stipendium, 2015 wurde sie für den Friedrich-Glauser-Preis in der Kategorie Kurzkrimi nominiert. Im Jahr 2012 war sie Jurymitglied für den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte Debüt und 2013 Juryorganisation. Zudem wurde sie 2016 zum dritten Mal in Folge in die Jury des Jacques-Berndorf-Preis (Eifel-Krimi-Förderpreis) berufen. 2014 wurde sie zur Sprecherin des Syndikats gewählt und leitete bis 2016 die Geschäftsstelle. Mehr über Elke PIstor finden Sie unter:

Empfehlung der Woche

Makrönchen, Mord und Mandelduft ist die Empfehlung der Woche der SYNDIKATs-Redaktion vom 10. Dezember 2017.

Buchtrailer

Hier geht es zum Trailer.

Kritikerstimmen

Ich habe schon viele Krimis von vielen Autoren gelesen. Dieser hier sticht eindeutig heraus. Es ist einer der sanfteren Art. Man findet zwar Intrigen, Mord und Annemie als pfiffige Ermittlerin, außerdem bleibt es überraschend und spannend bis zum Schluss, aber die wundervoll gezeichneten Figuren und die Nebenschauplätze geben der Handlung auch sehr viel Herz. Daher empfehle ich diesen Roman nicht nur Krimilesern, die es auch mal etwas gemütlicher haben wollen, sondern auch allen anderen, die Krimis sonst eher kritisch gegenüberstehen. Ein Krimi mit Herz. Er ist wunderbar weihnachtlich und lädt zum Einkuscheln, Mitfiebern und Wohlfühlen ein.
T. Geyer, lesenundmehr.wordpress.com, Amazon-Rezensent

Ein wirklich schöner, herzerwärmender, nicht zu brutaler und blutiger Krimi, der beim Lesen viel Freude und Wärme verbreitet und wirklich liebenswerte Figuren beinhaltet. Ja, das ist ganz sicher nichts für den ganz taffen Thrillerleser, der es brutal und hart braucht, aber auf jeden Fall etwas für jeden, der sich schon mal ein wenig auf den Winter einstimmen möchte und der bei einer Geschichte, die hier und da durchaus das Herzchen anrührt, und leckeren Keksen entspannen möchte.
Janie, Amazon-Rezensentin

Fünf Fragen an Elke Pistor

Wann begann Ihre kriminelle Laufbahn?
2010 erschien mit „Gemünder Blut“ der erste Kriminalroman.

Wie viele Verbrechen gehen auf Ihr Konto?
Insgesamt neun Romane, die Herausgeberschaft einer Krimianthologie, ein heiteres Katzenlexikon und mehr als dreißig Kurzkrimis.

Warum haben Sie sich für ein Leben mit dem Verbrechen entschieden?
Ich bin Betriebspsychologin und Erwachsenenpädagogin. Da sind die Morde auf dem Papier das kleinere Übel.

Was ist Ihre Lieblingstatwaffe?
Der Verstand.

Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?
Alles nur über meinen Anwalt, sagt meine Beraterin.

Leseprobe

Kapitel 1

Als Annemie Engel am Morgen aufwachte, wusste sie, dass es ein Tag wie jeder andere werden würde. Sie freute sich, denn es war exakt das, was sie von ihren Tagen erwartete. Planbar, überschaubar und berechenbar sollten sie sein. Denn Annemie Engel verabscheute nicht nur Veränderungen, sondern auch den Umgang mit fremden Menschen. Wobei das eine das andere oft bedingte, weswegen sie beides konsequent mied. Sie war seit Jahren nicht mehr aus dem Haus gegangen.
Annemie öffnete die Augen, drehte den Kopf und lächelte Belmondo zu, der neben ihr auf dem Kopfkissen schnarchte. Sie strich mit der Fingerspitze langsam von seiner Nasenspitze bis zur Stirn und kitzelte ihn an den Ohren. Aus dem Schnarchen wurde ein Schnurren. Annemie setzte sich auf, schob die Füße aus dem Bett und suchte mit den Zehen ihre Filzpantoffeln, während sie mit der linken Hand nach dem Morgenmantel griff. Sie hatte ihn am Vorabend sorgfältig bereitgelegt. Heute war der hellblaue Bademantel an der Reihe, denn heute war Freitag. Er war auch montags und mittwochs der Morgenmantel ihrer Wahl. Morgen, am Samstag, würde es der beigefarbene sein, so wie jeden Samstag, Dienstag und Donnerstag, und am Sonntag kam der lindgrüne mit Rosenmuster und Rüschen zu seinen Ehren.
»Frühstück, mein Lieber?«, fragte sie, stand auf und ging zum Fenster. Der Kater gab ein leises Knurren von sich. Annemie Engel schaute hinaus, betrachtete zuerst der Reihe nach die Häuser auf der gegenüberliegenden Seite mit ihren dämmer- lichtgrauen Hauseingängen, den eng geparkten Wagen, den Mülltonnen und an Straßenlaternen angeketteten Fahrrädern. Hinter den meisten zugezogenen Gardinen und heruntergelassenen Jalousien schliefen die Leute. Nur vereinzelt fiel Licht auf den Gehweg vor den Häusern. Schatten bewegten sich darin. Wobei der Unterschied zwischen ihr und den anderen darin bestand, dass diese noch nicht schliefen, sie selbst aber bereits wieder aufgestanden war. »Unchristliche Zeit« hatte es irgendwann einmal jemand genannt, aber Annemie störte das frühe Aufstehen nicht. Hatte es noch nie. Als sie jünger war, sowieso nicht, und heute hatte sich ihr Körper längst an den Rhythmus ihres Berufes gewöhnt. Vermutlich konnte sie gar nicht anders, als direkt nach der Tagesschau zu Bett zu gehen und sechs Stunden und fünfzehn Minuten später ausgeruht und erfrischt zu erwachen. Ihre eiserne Disziplin, auf die sie sehr stolz war, tat ein Übriges.

Eine längere Leseprobe finden Sie hier.