Wer mordet schon am Rhein?
Anne Grießer, Barbara Saladin, Nadine Buranaseda

Wer mordet schon am Rhein?

11 Krimis und 125 Freizeittipps
Juli 2016
sofort lieferbar
ISBN 9783839219676
9,99 € [D], 10,30 € [A] , SFr. 14,90 [CH]
Sonderpreis 0,– €
     
Nur scheinbar friedlich gleitet das schmucke Kreuzfahrtschiff »MS Rheinperle« über den beliebtesten Fluss Deutschlands. An Bord: Skurrile Urlauber, eigenwillige Besatzungsmitglieder, zwielichtige Künstler und mindestens ein Hund. Doch auch der Tod hat sich eingeschifft. Schon bevor der Kahn ablegt, gibt es erste Verluste. Ob in Basel oder Breisach, in Mannheim, Mainz, an der Loreley, in Bonn, Köln oder am Niederrhein - das Verbrechen fühlt sich wohl am romantischen Strom!
Anne Grießer

Anne Grießer

geboren 1967 in Walldürn, studierte Bibliothekswesen, Ethnologie, Volkskunde und Literaturwissenschaft in Stuttgart, Freiburg und Köln. Nach einigen Ausflügen in die seriöse Berufswelt lebt sie heute ihre kriminelle Ader auf dem Papier und auf der Bühne aus. Als Autorin (Kurzgeschichte, Roman, Hörspiel, Theater), Herausgeberin und Krimi-Entertainerin schwingt sie in Freiburg die Feder und so manches blutige Theaterrequisit. Sie veranstaltet u.a. interaktive Wein- und Bierkrimis, Dunkel-Dinners a la crime, Badewannen-Lesungen und Krimiwanderungen im Schwarzwald.

Barbara Saladin

Barbara Saladin

Barbara Saladin wurde an einem Freitag, dem 13. im Jahr 1976 geboren und lebt in einem kleinen Dorf im Oberbaselbiet/Schweiz, wo sie als freie Journalistin, Autorin und Texterin arbeitet. Bisher veröffentlichte sie unter anderem mehrere kurze und lange Krimis, ein Sachbuch sowie zahlreiche Kurzgeschichten. Bei einem Abstecher in die Welt der bewegten Bilder schrieb sie ein Drehbuch und war Projektleiterin des Schweizer Kinofilms "Welthund".
Während des Stipendiums "Tatort Töwerland" auf Juist im Jahr 2008 lernte sie die Ostfriesischen Inseln kennen. Seither liebt sie sowohl Wellen, Watt und Weite der Nordseeküste als auch die Wälder und Weiden der Schweizer Jurahügel und ist literarisch gesehen an beiden Orten zuhause.
2017 erhielt sie den Kantonalbankpreis BL in der Sparte Kultur.

Nadine Buranaseda
© Buranaseda

Nadine Buranaseda

Jahrgang 1976, ist gebürtige Kölnerin mit thailändischen Wurzeln väterlicherseits und lebt in Bonn. Sie studierte Deutsch und Philosophie und wurde im Hörsaal entdeckt: Für einen ihrer letzten Scheine, den sie für die Anmeldung zum Ersten Staatsexamen benötigte, durfte sie statt einer analytischen Arbeit einen Kurzkrimi schreiben, den ihr Professor einem Verlag vorgelegt hat. 2005 veröffentlichte sie ihren ersten Krimi – einen Jerry-Cotton-Roman, dem bis heute mehr als ein Dutzend folgten. 2007 wurde sie für den Agatha-Christie-Krimipreis nominiert. Mit "Seelengrab" erschien 2010 ihr erfolgreicher erster Bonn-Krimi. 2011 gehörte sie zu den vier Stipendiaten des Tatort-Töwerland-Krimistipendiums. Im Herbst 2012 erschien die Fortsetzung ihres Debüts "Seelenschrei" um die Ermittler Lutz Hirschfeld und Peter Kirchhoff. Von 2015 bis 2018 war Nadine Buranaseda Chefredakteurin des SYNDIKATs. 2016 war sie Stipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung. Nach zweieinhalb Jahren als feste Lektorin bei Bastei Lübbe hat sie sich nun mit www.typo18.de als Lektorin und Autorencoach selbstständig gemacht und arbeitet aktuell an einem Thriller.

Empfehlung der Woche

Wer mordet schon am Rhein? ist die Empfehlung der Woche der SYNDIKATs-Redaktion vom 15. August 2016.

Kritikerstimmen

Der Tod fährt mit

RWN-Schmöker-Tipp vom 13. Juli 2016

Drei Fragen an Anne Grießer, Barbara Saladin und Nadine Buranaseda

Wann begann Ihre kriminelle Laufbahn?

Anne Grießer: 2004. Vorher habe ich hauptsächlich Reiseberichte verfasst. Und abgeschlossene, wahre Tatsachenromane für Zeitschriften. Unter vielen, verschiedenen Namen (oder war das auch schon kriminell?) ...

Barbara Saladin: Als ich einundzwanzig war, erschien mein erster Krimi als Fortsetzungsroman beim Lokalblatt. Diesem folgten bis heute etliche Romane in Buchform und ziemlich viele Kurzkrimis in Anthologien. Meinen ersten Unveröffentlichten schrieb ich allerdings bereits mit fünf. Da ging's unter anderem um Nötigung, Hausfriedensbruch und Schreckung der Bevölkerung unter Tieren. Protagonisten waren Mitzi, die Katze, und Hopsi, der Hase. Es gab auch einen Mord (Jäger erschießt Fuchs)!

Nadine Buranaseda: Ich reichte gerade mal an eine Schreibmaschine heran, da schrieb ich einen Krimi über einen zwielichtigen Zeitgenossen, der einen wasserdichten Behälter im Loch Ness versenkte. Ihm immer auf der Spur: ein findiger Kommissar.


Wie viele Verbrechen gehen auf Ihr Konto?

Anne Grießer: Über sechzig kleinere (Kurzgeschichten) und drei Kapitalverbrechen (Romane). Tendenz steigend.

Barbara Saladin:
Auf mein Konto? Ich war schon immer unschuldig!

Nadine Buranaseda: Noch nicht genug ...


Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?

Anne Grießer: Es ist zwanghaft. Eine Sucht. Ich kann nicht mehr anders ...

Barbara Saladin: Och, ich bin ganz glücklich mit meinen Taten. Ich liebe meinen Beruf und das Freischaffendsein. Und ich hoffe, dass die Welt nochmals Gnade walten lässt, schliesslich bin ich ja (siehe oben) unschuldig.  

Nadine Buranaseda: Die Zurechnungsfähigkeit habe ich schon lange eingebüßt.

Leseprobe

Deltarhein – Rheinkilometer 985

(statt eines Nachwortes:) Ende der Reise

Passenger Terminal, Amsterdam

„MS Rheinperle“, auf dem Sonnendeck.

Kapitän: So ‘ne wilde Flusskreuzfahrt hab ich noch nie erlebt.
Barkeeperin Sunny: Wem sagen Sie das.
Benjamin (lallt): Einmal warf Chuck Norris eine Granate und tötete zwanzig Menschen.
Barkeeperin Sunny: Benny!
Benjamin (lacht): Dann explodierte die Granate.
Nurso Süßkind: Hören Sie mir auf mit Sprengungen. Die Fahrt war explosiv genug.
Sidonia Nierstein: Schätzchen, auf deine Explosion warte ich bis heute.
Nurso Süßkind errötet.
Marianne (kommt dazu): Fläcki? Fläcki? … Ah, da bist du! Nicht, dass du wegläufst, sonst kommt die böse Frau und verpasst dir einen Irokesenschnitt.
Robert: Wo ist denn hier der nächste Juwelier? Ich hätte da noch was zu erledigen.
Anne Grießer: Halt, stopp! Es reicht! Ihr habt schon genug erlebt. Wir sind die Autorinnen. Ihr seid nur die Figuren und könnt nicht einfach machen, was ihr wollt. Ihr wisst doch, dass wir das Manuskript für dieses Buch heute Abend abgeben müssen.
Benjamin: Übrigens, Chuck Norris hat in Amsterdam …
Nadine Buranaseda: Wenn ihr noch was zu sagen habt, hebt’s euch für die Fortsetzung auf – oder schweigt für immer.
Anne Grießer: Wo ist eigentlich der USB-Stick?
Barbara Saladin: Hier.
Fläcki: Grrr. Schnapp!
Barbara Saladin: Neiin, Fläcki, aus!
Fläcki: Schluck!
Benny (lallt): Haha, der Hund hat den Stick gefressen.
Nadine Buranaseda: Wie lange dauert es, bis er ihn wieder ausgeschissen hat?
Anne Grießer: Zu lange.
Barbara Saladin: Wenn ich gewusst hätte, dass du dich so daneben benimmst, hätte ich dich gar nicht erst erfunden!
Anne Grießer: Lass den armen Fläcki in Ruhe. Ich habe noch eine Sicherheitskopie.
Barbara Saladin: Uff!
Nadine Buranaseda: Uff!
Fläcki: Wuff!