Rabenfraß
Biggi Rist, Liliane Skalecki

Rabenfraß

Kriminalroman

Gmeiner Verlag

Hölzle-Reihe [4]

Februar 2016
sofort lieferbar
ISBN 9783839218327
13,– € [D], 13,40 € [A] , SFr. 19,50 [CH]
Sonderpreis 0,– €
     
Ausgerechnet an Hölzles erstem Urlaubstag im Harz wird eine junge Frau enthauptet aufgefunden. Alle Indizien deuten darauf hin, dass der Ehemann der Mörder ist. Doch der Kriminalhauptkommissar hat Zweifel. Er beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln, und stößt dabei auf eine unglaubliche Mordserie. Seit 20 Jahren treibt ein Mörder unbemerkt sein Unwesen und tötet seine Opfer nach mittelalterlichen Methoden. Hölzle gerät bei seinen Nachforschungen selbst ins Visier des Mörders und begibt sich in tödliche Gefahr …
Biggi Rist

Biggi Rist

geb. in Reutlingen, schrieb schon 7-jährig Geschichten auf der Schreibmaschine ihrer Mutter. Nach Besuch des Gymnasiums Ausbildung zur PTA an der Naturwissenschaftlich-Technischen Akademie in Isny/Allgäu. 15 Jahre tätig in der medizinischen Labordiagnostik, sowie in der Forschung, und Co-Autorin wissenschaftlicher Publikationen. Von 1993-1995 hat sie in Melbourne/Australien gelebt. 2005 erfolgte der Umzug von Baden-Württemberg (Wannweil bei Reutlingen) nach Lilienthal/Niedersachsen am Rande Bremens. 2007 Zusatzausbildung zur Pferdephysiotherapeutin. Familie: ein Mann, ein Pferd und keine Kinder. ´Schwanensterben` ist ihr Debutroman, den sie gemeinsam mit Liliane Skalecki beim Gmeiner Verlag 2012 veröffentlicht hat. 2013 erschien im selben Verlag der zweite Krimi "Rotglut". Der dritte Krimi mit dem Ermittler Hölzle wurde im Juli 2014 unter dem Titel "Mordsgrimm" veröffentlicht. Im November 2014 erschien die Kurzgeschichte "Farbe. Gerührt, nicht geschüttelt." in der Anthologie "Muse, Mord und Pinselstrich". Im Februar 2016 erschien der 4. Fall für Hölzle - RABENFRAß (Gmeiner Verlag). Am 1. November 2016 wurde die Kurzgeschichte "Two in one" in der Krimi-Anthologie "Handwerk hat blutigen Boden" im KBV-Verlag veröffentlicht. Im Februar 2017 erscheint ein brandneuer Kriminalroman, den sie wieder gemeinsam mit Liliane Skalecki geschrieben hat. "Ausgerottet" behandelt das Thema "Illegaler Handel mit artgeschützten Tieren". Bei den Recherchearbeiten ist eine Zusammenarbeit mit dem Leipziger Zoo entstanden, 1 Euro pro verkauftem Buch wird an den Zoo zur Unterstützung von Artenschutzprojekten zurückfließen. Aktuell ist Frostkalt - Hölzles 5. Fall erschienen und drei Kurzkrimis erscheinen im Herbst 2017 in verschiedenen Anthologien. Der zweite Fall für Malie Abendroth und Lioba Hanfstängl ist abgeschlossen - Elitewahn erscheint im Juli 2018. Ein historischer Roman, den sie unter Pseudonym veröffentlichte, ist seit 13.2.19 im Buchhandel erhältlich.

Liliane Skalecki

Liliane Skalecki

Liliane Skalecki alias Liliane Fontaine (originaler Geburtsname) ist Krimiautorin
und Kunsthistorikerin, geboren in Saarlouis im Saarland, der deutsch-französischen
Grenzregion. Nach einer Banklehre studierte sie Kunstgeschichte, Klassische und
Vorderasiatische Archäologie an der Universität des Saarlandes mit Abschluss zum
Dr. phil. Seit 2001 lebt sie mit ihrer Familie in Bremen. Sie besitzt französische Wurzeln und lebt viele Wochen des Jahres in der Nähe von Nîmes, kennt Kultur, Land und Leute und das savoir-vivre Frankreichs. Sie veröffentlichte zahlreiche Fachartikel rund um die Pferdekultur, zur Kunst und Architektur, sowie Unternehmerdarstellungen und Chroniken. Zusammen mit Biggi Rist hat sie mehrere Kriminalromane geschrieben, die in Bremen und am Bodensee angesiedelt sind. Nun hat sie als Alleinautorin eine Reihe um die Untersuchungsrichterin Mathilde de Boncourt aus Nîmes begründet, die im Münchner Piper Verlag erscheint.
Rabenfraß ist die Empfehlung der Woche der SYNDIKATs-Redaktion vom 6. März 2016.

Kritikerstimmen

Immer wieder erlebt der Leser praktisch hautnah mit, wie der Serienmörder seine Opfer umbringt. Die Krimiautorinnen Liliane Skalecki und Biggi Rist muten ihrem Bremer Ermittler in ihrem neuen Roman "Rabenfraß" viel zu.
Weser-Kurier 10.02.16

Treu geblieben sind die Autorinnen ihrem Stil, die Fälle an historischen Begebenheiten zu orientieren.
Wümme-Zeitung 09.02.16

[...] nicht die Hexen-Legenden werden bedient. Stattdessen steht das Handwerk der Henker im Fokus.
Goslarsche Zeitung 16.01.2016

Drei Fragen an Biggi Rist und Liliane Skalecki

Warum haben Sie sich für ein Leben mit dem Verbrechen entschieden?
"Verbrechen" ist doch ein dehnbarer Begriff. Schauen Sie sich doch mal um, welche "Verbrecher" ungestraft hier herum laufen dürfen: Banker, Politiker … Wenn man in solch einem Umfeld aufwächst, wird die Hemmschwelle, sich selbst dem Verbrechen zu widmen, denkbar gering.

Was ist Ihre Lieblingstatwaffe?
Das messerscharfe Wort.

Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?
Hier halten wir es frei nach Loriot: Ein Leben ohne Verbrechen ist möglich, aber sinnlos. Und wer will schon ein sinnloses Leben führen.

Leseprobe

Als Bernhard Ries wieder aus seiner Ohnmacht erwachte, war es dämmrig geworden. Die Kopfschmerzen waren zu einem dumpfen Klopfen übergegangen, immer noch war er bewegungsunfähig. Jeder Atemzug folterte seine Lunge, der Druck auf den Brustkorb war unerträglich. Ries‘ Gehirn versuchte vergeblich, die grauenhafte Realität, die sich seinen Augen offenbarte, zu negieren.
In einer halb liegenden, halb sitzenden Position war er bis zum Hals eingegraben worden, er konnte die feuchte, kalte Erde riechen. Winzige Lebewesen krabbelten direkt vor seiner Nase. Entsetzen machte sich breit, füllte jede Zelle seines Körpers mit Panik. Todesangst. Lebendig begraben. Nur sein Kopf schaute heraus, kaum in der Lage, sich zu bewegen. In seinem Mund steckte ein Knebel, der Speichel, der sich sammelte, drohte ihn zu ersticken, weil das Schlucken kaum möglich war. Vergeblich versuchte er, das Tuch oder was immer es war, mit der Zunge herauszudrücken. Es ging nicht, offenbar hatte man ihm den Mund zugeklebt. Die Panik, zu ersticken, gewann die Oberhand, und nur mit beinahe unmenschlicher Kraft zwang sich Ries zur Ruhe. Selbst wenn er diesen verdammten Knebel loswerden würde, wer zum Teufel würde denn hier in dieser Einöde seine Hilferufe hören? Vermutlich würde er sowieso kaum schreien können, denn die tonnenschwere Erde auf seinem Brustkorb ließ ihm ja kaum genug Möglichkeit, zu atmen.
Nach einigen Minuten, in denen er seine Todesangst gewaltsam niederkämpfte, bewegte er mühsam seinen Kopf einige Zentimeter nach links. Was er sah, ließ die Panik erneut aufbranden wie eine fast erloschene Glut, die ein Sturm wieder entfachte, um eine Feuersbrunst zu schaffen. Ein weiteres Grab, direkt neben ihm. Nesrin! Sollte sie genauso grausam sterben wie er? Denn genau das würde er. Die Gewissheit seines nahenden Todes vor Augen, stellte er sich endlich diese Frage: warum? Er hatte doch niemandem etwas getan! Und Nesrin schon gar nicht! Wer war so sadistisch, dass er einem anderen so etwas Unmenschliches antat?