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Sylke Tannhäuser

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Fhl Verlag Leipzig

sofort lieferbar
ISBN 9783942829021
12,95 € [D]
     

Umständlich zog er seinen Dienstausweis aus der Jackentasche. "Keine Panik, Herrschaften, Mordkommission!"
Die Leute wichen zurück; langsam, widerwillig wie es schien. Aber für ihn nicht weit genug. Sein Blick flog über die Gesichter und saugte sich schließlich an einem jungen Mann fest. Der wurde rot und senkte den Kopf.
"Wo ist er denn, der Tote?", bellte Henne.
Es ist ein perfides Spiel um Geld, Macht und Lust.
Nach dem Mord an einem städtischen Angestellten in der Stadtkasse Leipzig, sind Oberkommissar Heinrich Heine und sein Assistent Leonhardt gefangen in einem Netz von korrupter Stadtpolitik, riskanten Spekulationen und enttäuschten Geliebten. Doch wer hatte das entscheidende Motiv? Wer hatte Grund genug, den Angestellten auszulöschen und woran ist er letztlich wirklich gestorben? Sind die Auszubildende Anja Pechter oder der Stadtratsabgeordnete Turnau der Schlüssel in dem Spiel um Millionen? Spät muss Heine erkennen, dass auch ein Unbekannter im Hintergrund die Spuren legt und damit ihn und sein Team steuert, bis es zu einer Wendung kommt.
             

Pressestimmen:

Mit einer Prise Gift soll Klaus August, Angestellter in der Stadtkasse Leipzig und Schwerenöter, ein Denkzettel verpasst werden. Doch seine Herzschwäche macht die harmlose Portion zur tödlichen Dosis. Und als die beginnt zu wirken, erhält er noch einen mörderischen Schlag auf den Kopf. Der bizarre Tod im Rathaus steht im Mittelpunkt eines Leipzig-Krimis der besonderen Art. Sylke Tannhäuser, bislang nur durch Kurzgeschichten und einem kleinen Kreis bekannt, verzichtet in ihrem Roman-Erstling auf plattes Lokalkolorit mit belehrenden Ausflügen in die DDR- oder Wende-Vergangenheit. Sie greift stattdessen Probleme auf, über die man aktuell diskutiert und spekuliert, die die Messestädter bewegen und beunruhigen: Rechtsradikales Gedankengut auch in besseren Kreisen, rassistische Übergriffe an Schulen, unverbesserliche und ebenfalls gewaltbereite Linke, anrüchige Beziehungen zwischen Politik und Wirtschaft, riskante Spekulationen mit städtischen Geldern, Drogenhandel im Disco-Milieu. Kombinationen, hinter denen viele Mord-Motive stecken können. Aber auch enttäuschte Kolleginnen und Geliebte geraten ins Visier des ermittelnden Kripo-Oberkommissars Heinrich Heine. Gequält von einer juckenden Narbe im Gesicht, Eheproblemen und seinem aufbrausenden Temperament arbeitet sich der Sohn einer deutschen Mutter und eines äthiopischen Vaters durch den Fall, löst ihn auf seine Art. Dass es im Hintergrund einen Mann gibt, der mehr als Heine im Spurenwirrwarr die Übersicht behalten, die Strippen gezogen hat, erfahren die Leser erst auf den letzten Seiten. Ein Finale, das sich ebenfalls bemerkenswert von dem Ausgang der meisten Krimis unterscheidet.
Leipziger Volkszeitung

Sylke Tannhäuser

Sylke Tannhäuser

wurde 1964 in Leipzig geboren, im Kindesalter ins Dreiländereck Zittau verpflanzt, kehrte aber nach dem Abitur nach Leipzig zurück. Hier studierte sie Betriebswirtschaft, später Verwaltungswirtschaft und schlug sich in mehreren Berufen durch. Derzeit arbeitet sie u. a. in ihrer Autorenschule. Sie ist Mitglied der „Mörderischen Schwestern“ und im „FürWort-Verein für Mitteldeutsche Literatur“.