Eisige Weihnachten
Ella Danz

Eisige Weihnachten

Weihnachtskrimi

Gmeinerverlag

256 Seiten, 12 x 20 mm, paperback
Oktober 2019
sofort lieferbar
ISBN 9783839224687
12,– € [D], 12,40 € [A] , SFr. 17,90 [CH]
     

Ungemütlich Große Lust hat Kerstin nicht auf das weihnachtliche Familientreffen in einem einsam gelegenen Hotel. Wie soll sie die drei Tage mit ihrer komplizierten Schwester, Vaters nerviger Freundin Lilo und ihrer freudlosen Schwiegermutter nur überstehen? Dazu noch ihr Mann André, der Kerstin zunehmend lästig wird. Als sie endlich am Ziel ankommen, ist es dunkel, das Hotel geschlossen, die Familie entnervt und vom Himmel fällt unablässig Schnee. Das Weihnachtsfest verspricht traumhaft zu werden …

Ella Danz

Ella Danz

Ella Danz, gebürtige Oberfränkin, lebt seit ihrem Publizistikstudium in Berlin, wo sie lange Jahre beruflich in der Ökobranche engagiert war. Mittlerweile ist sie als freie Autorin tätig. Neben dem Krimischreiben gilt ihre Leidenschaft – sie gehört der weltweiten Slow Food Bewegung an - der Pflege einer nachhaltigen, genussvollen Esskultur. Diese wird in ihren Romanen denn auch ausgiebig zelebriert, und eine spannende Handlung mit kulinarischen Genüssen zu köstlichen Gourmet-Krimis verbunden – klassischen Whodunnits, deren Stil und Atmosphäre gern mit denen Agatha Christies verglichen werden.
„Osterfeuer“, ihr erster Krimi aus der Reihe mit dem Feinschmecker und Kommissar Georg Angermüller, erschien 2006 im Gmeiner Verlag, 2007 folgte „Steilufer“, 2008 "Nebelschleier". Und auch im aktuellen Band „Schockschwerenot“ (Juli 2015), Angermüllers 9. Fall, findet der interessierte Leser im Anhang die Rezepte aus der Geschichte zum Nachkochen.
Neben dem Syndikat ist Ella Danz auch Mitglied im Netzwerk der „Mörderischen Schwestern“.

Eisige Weihnachten ist die Empfehlung der Woche der SYNDIKATs-Redaktion vom 09. Dezember 2019.

Drei Fragen an Autorin Ella Danz

Wann begann Ihre kriminelle Laufbahn?

Das ist jetzt mehr als zwanzig Jahre her, da ging mir in einem Toskana-Urlaub der kriminelle Lesestoff aus. Deshalb griff ich kurzerhand selbst zum Mordwerkzeug.

Wie viele Verbrechen gehen auf Ihr Konto?

Mittlerweile hab ich aufgehört zu zählen.

Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?

Ich hab das so nicht gewollt…es ist einfach geschehen.

Leseprobe:

Die schicken Pumps hatte sie mittlerweile beide verloren und ihre Füße fühlten sich an wie Eisklötze. Auch ihre Brille war auf der Strecke geblieben, aber die hätte ihr in diesem schwarzen Loch eh nichts genutzt. Wieder ein Regal, doch diesmal gab es eine Wand dahinter. Ein Glück. Sie zog sich hoch. Nun nur noch an der Wand entlang, irgendwann musste ja die Tür kommen und dann nichts wie raus aus dieser frostigen Hölle!

Da, da war die Tür! Daneben musste doch auch ein Lichtschalter sein. Sie strich mit beiden Händen am Türrahmen entlang. Super, sie hatte den Schalter gefunden! Erleichtert drückte sie darauf, doch außer einem Klicken tat sich nichts. Also doch im Dunkeln weiter suchen. Sie war wirklich kein ängstlicher Mensch, sie hielt sich sogar für ziemlich furchtlos, aber die Dunkelheit mochte sie gar nicht. Ganz bewusst atmete sie tief ein und aus, ein und aus, ein und aus - um das Entsetzen zu bekämpfen, das sich in ihr ausbreiten wollte.  

Wo war der verdammte Türgriff? Sie wollte nur noch weg hier. Irgendetwas bekamen ihre Finger zu greifen, im gleichen Moment begannen sie zu schmerzen von dem mörderisch kalten Metall. War das so eine Art Hebel? Aber wie ließ sich der öffnen? Noch nie hatte sie mit einem Tiefkühlraum zu tun gehabt und von innen schon gar nicht. Es musste hier drin doch eine Möglichkeit geben, dieses Scheißding aufzubekommen! Schon aus Sicherheitsgründen. Sie kämpfte die erneut aufsteigende Panik nieder und trommelte mit aller Kraft gegen die Tür. Wo waren die anderen? Es war doch bestimmt bald Zeit für die Bescherung. Vermisste sie denn keiner? Bin ich so wenig beliebt, zweifelte sie? Mögen die mich nicht, weil ich manchmal so vorlaut bin?

Komischerweise musste sie plötzlich wieder an die Tage am Balaton denken. Vielleicht war sie ja dabei zu erfrieren und man sagte doch immer, kurz vor dem Tod zöge das ganze Leben noch einmal an unserem inneren Auge vorbei…