Am 30.04.2015 werden auf der großen Gala des Syndikats in Büsum die Preisträger für den Hansjörg Martin-Preis und die Friedrich Glauser-Preise bekannt gegeben.

Hier schonmal zum Warmlesen die fünf Bücher, die für den Hansjörg-Martin-Preis 2015 nominiert wurden:   Kaja Bergmann „Der Mephisto-Deal“, Bookspot Sprachlich absolut überzeugend, spannend und rasant von einer sehr jungen Autorin aus Sicht eines Jugendlichen erzählt. Das Buch ist in 5 Akte aufgeteilt, die einzelnen Kapitel außerdem mit Wochentag, Datum und Uhrzeit ergänzt. Selbstironische Ergänzungen fesseln den Leser, machen das Geschehen lebendig, ziehen ihn alsbald mitten in die Geschichte hinein. Pest oder Cholera – wie soll man sich in einer absolut aussichtslosen Situation zwischen zwei Übeln entscheiden? Würde schlussendlich nicht jeder einen Pakt mit dem Teufel eingehen? Das Thema von Goethes Faust wird hier meisterhaft aufgegriffen und fordert den Leser geradezu heraus sich zu positionieren. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Lisa Dickreiter / Winfried Oelsner „Max und die wilde Sieben: Das schwarze Ass“, Oetinger Seit kurzem wohnt der neunjährige Max in einem – Seniorenheim. Ausgerechnet! Doch was ihm anfangs peinlich und unangemessen erscheint, entpuppt sich schon bald als großes Abenteuer. Denn während seine Mutter im Heim als Krankenschwester arbeitet, schafft es Max zusammen mit den rüstigen Senioren von Tisch 7, einen echten Einbrecher zu schnappen. Mit feinsinniger Komik erzählen Lisa-Marie Dickreiter und Winfried Oelsner hier eine überaus spannende, originelle Geschichte, in der alle Figuren, insbesondere die betagten Bewohner des Seniorenheims, ganz entschieden ihre Würde behalten. (Foto: Frederik Walker) ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Lukas Erler „Brennendes Wasser“, Arena Die taffen Manager der Öl- und Gasbranche können jederzeit ein paar Gutachten kaufen, die dem Wasser auf der Farm absolute Trinkqualität bescheinigt. Als aber Farmersohn Gary sie mit angeschlagener Pistole dazu zwingt, das Wasser selbst zu kosten, ist keiner so richtig durstig. Und in Deutschland fährt eine Stichflamme aus dem Wasserhahn des alten Matthis. Lukas Erler präsentiert in seinem Ökothriller zum brandheißen Thema Fracking interessante Figuren, wechselnde Schauplätze und packende Spannung. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Jaromir Konecny „Tote Tulpen“, dtv Kaum wird der sechzehnjährige Leon aus der Bewährungshaft entlassen und will sich bei seinem zukünftigen Arbeitgeber im Blumengeschäft vorstellen, steht er mit dem Unkrautstecher vor einer Frauenleiche. Wen wohl wird man verdächtigen? So bizarr, um die Ecke gedacht, mit vielen Windungen und Wendungen erinnert „Tote Tulpen“ an eine Achterbahnfahrt. Auch wenn’s manchmal zu arg wird: Wenn man sich auf den Beat des Buches einmal eingelassen hat, wippt man bis zum Schluss gespannt mit. Es ist kein Muss, Jaromir Konecny zuvor auf der Bühne oder im Video als Poetry Slammer erlebt zu haben, aber es verdoppelt das Vergnügen noch einmal, wenn man „Tote Tulpen“ liest und seine Stimme dabei im Ohr hat. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………. Ulrike Rylance/Lisa Hänsch (Illustrator) „Penny Pepper - Alles kein Problem!“, dtv junior Was? Penny soll Dschastin, den süßesten Hund der Welt, geklaut haben? Diesen Verdacht kann die pfiffige Jungdetektivin nicht auf sich sitzen lassen. Schon taucht ein Erpresserbrief auf. Penny und ihre Detektiv-Assistentinnen Ida und Marie legen los. Was haben Papas altes Diktiergerät, Omas Gebiss im Glas, der Hausmeister Herr Örtel und Popel-Ole mit dem Fall zu tun? Dem Duo Ulrike Rylance und Lisa Hänsch gelingt ein Comic-Krimi für junges Publikum, der von der ersten bis zur letzten Seite richtig Spaß macht. Auch den Jungs! (Fotos: Mary Grace Long / Sandra Sahin)