Lebensrettung mit Folgen

Muriel Ballinger hasst ihren Job. Ihre Chefin macht ihr bei jeder Gelegenheit das Leben zur Hölle. An einem Montagmorgen trifft sie auf dem Weg zur Arbeit auf einen seltsamen Mann, der offenbar Hilfe braucht. Sie nimmt ihn in ihrem Wagen mit und rettet dem wortkargen Menschen damit unwissentlich das Leben. Dabei ahnt Muriel nicht, dass sie einem eiskalten Auftragskiller geholfen hat, der seine Dankbarkeit auf eine sehr unkonventionelle Weise zum Ausdruck bringt und die junge Frau damit in höchste Schwierigkeiten bringt. Als erst ihre Chefin und dann weitere Menschen aus Muriels Umfeld eines unnatürlichen Todes sterben, kommt ihr ein fürchterlicher Verdacht. Jetzt hat sie nur noch eine Chance: Sie muss den Killer finden, bevor es zu spät ist. Kritikerstimme: Außergewöhnlich, erfrischend und absolut empfehlenswert. Eine kleine Perle der deutschen Kriminal-Literatur, unkonventionell und spannend. Mehr davon. Florian Hilleberg in Littera.info,  August 2014  
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Heike Blum ... ... geboren in Niedersachsen, lebte viele Jahre in München, bevor sie mit ihrem Mann aufs Land zog. Sie studierte Germanistik und Theaterwissenschaft und war in einer Bank und in der Erwachsenenbildung tätig. »Ich töte für dich« ist ihr zweiter Kriminalroman. Heike Blum ist Mitglied im SYNDIKAT, der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur. Mehr über Heike Blum. ................................................................................................................................................................................

Heike Blum

Wann begann Ihre kriminelle Laufbahn? Mit Mitte zwanzig. Seitdem gehören Krimis zu meiner Lieblingslektüre. Wie viele Verbrechen gehen auf Ihr Konto? Meine Hauptfigur ist ein Profikiller. Er schweigt sich darüber aus, wie viele Menschen er auf dem Gewissen hat. Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen? Ich kann nichts dafür. Das sind die Gene. ................................................................................................................................................................................

Leseprobe

Begegnen sich zwei Fremde, gehen sie einander aus dem Weg. Jeder taxiert unbewusst die Breite des Weges und schlägt die Route mit dem größtmöglichen Abstand zur entgegenkommenden Person ein. Nur Leute, die sich kennen, gehen absichtlich aufeinander zu. Oder Kriminelle. Taschendiebe, die zuvor ihr Opfer ausgespäht haben. Ermir glaubte weder den Mann zu kennen noch hatte er etwas bei sich, das zu stehlen sich lohnen würde. Dennoch steuerte der Andere genau auf ihn zu. Ermir blieb keine Zeit, sich darüber zu wundern, denn nur noch wenige Meter von ihm entfernt, lief der Mann plötzlich los und sprang voller Wucht ihn an. Ermir wich aus. Wie erhofft stürzte der Angreifer, aber nur, um sich abzurollen und sofort wieder auf die Füße zu kommen. Er hatte ein Messer. Das war einfach. Durch die Waffe würde sich der Gegner in Sicherheit wiegen, eine Fehleinschätzung, denn durch die Konzentration auf seine Messerhand war er an allen anderen Punkten angreifbar. Ermir verlagerte sein Gewicht und wartete. »Damit hast du nicht gerechnet, du Bastard.« Im Licht der Laterne sah er ein bärtiges Gesicht. Oberhalb der linken Augenbraue hatte es eine Narbe. Sie war zackig und das Gewebe war verdickt. Das war unmöglich. »Frenk?« »Da staunst du.« »Lange nicht gesehen.«
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