Märchen, Mord und (Stadt)Musikanten  Während einer Märchenforschertagung in Bremen wird ein Wissenschaftler erschlagen aufgefunden. Wenige Tage später gibt es dort ein weiteres Opfer. Als kurz darauf der Manager einer Castingshow tot in seinem Hotelzimmer entdeckt wird und ein Mord in Bremerhaven geschieht, deutet alles auf einen Serienmörder hin, denn bei drei Leichen wurden ‚märchenhafte‘ Zeichen hinterlassen: Esel, Hund und Katze. Doch der Hahn der Bremer Stadtmusikanten fehlt. Kommissar Heiner Hölzle jagt mehr als einen Mörder ...

................................................................................................................................................................................ Bigg Rist, geboren in Reutlingen, schrieb schon 7-jährig Geschichten auf der Schreibmaschine ihrer Mutter. Nach Besuch des Gymnasiums Ausbildung zur PTA. 15 Jahre tätig in der medizinischen Labordiagnostik sowie in der Forschung; Co-Autorin wissenschaftlicher Publikationen. Von 1993-1995 hat sie in Melbourne/Australien gelebt. 2005 erfolgte der Umzug von Baden-Württemberg (Wannweil bei Reutlingen) nach Lilienthal/Niedersachsen am Rande Bremens. 2007 Zusatzausbildung zur Pferdephysiotherapeutin. Familie: ein Mann, ein Pferd, keine Kinder   Liliane Skalecki, 1958 im Saarland geboren, absolvierte eine Ausbildung zur Bankkauffrau und studierte Kunstgeschichte, Klassische und Vorderasiatische Archäologie mit Abschluss zum Dr. phil. Seit 2001 wohnt sie mit ihrem Ehemann, drei Kindern, Hunden und Pferden in Bremen. Veröffentlichungen: Sachbücher und Fachartikeln rund um die Pferdekultur, Unternehmerdarstellungen, Chroniken.   "Mordsgrimm" ist der dritte Kriminalroman um den Ermittler Hölzle, den Biggi Rist und Liliane Skaleckli gemeinsam verfasst haben. Mehr über das Autorinnen-Duo. ................................................................................................................................................................................

Biggi Rist und Liliane Skalecki im Verhör

Warum haben Sie sich für ein Leben mit dem Verbrechen entschieden? Ein Leben ohne Verbrechen ist langweilig, wir sahen uns weder am Fließband, noch an einer verstaubten Uni arbeiten. Was ist Ihre Lieblingstatwaffe? Da fällt die Entscheidung schwer, es gibt so viele Möglichkeiten, jemanden ins Jenseits zu befördern. Am meisten Spaß macht ja die Planung und wir haben jede Menge tödlicher Buchstaben.Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen? Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen? Nichts. Mörderinnen würde sowieso niemand glauben, und wir morden ja im jährlichen Rhythmus. ................................................................................................................................................................................

Leseprobe

Du großer Gott, eine Leiche zu seinen Füßen! Aber, so furchtbar das auch war, sein Problem schien hiermit gelöst. Ein für alle Mal. Er musste sie so schnell wie möglich loswerden. Für einen Moment stand er ganz still, hielt die Luft an, lauschte, ob irgendjemand etwas mitbekommen hatte. Stille. Dann beugte er sich zu dem Toten hinunter. Vorsichtig hob er Moritz´ Kopf und Oberkörper an, drehte ihn auf den Rücken, versuchte, nicht in die leblosen Augen zu sehen. Und was war das? Halb von Moritz´ Hüfte verdeckt, lag etwas aus Metall. Er hob es auf und betrachtete seinen Fund. Ein Esel. Nein, nicht ein Esel – der Esel! Der Esel der Bremer Stadtmusikanten musste beim Ausholen oder beim Schlag auf den Kopf vom Schaft abgebrochen sein. Wo vor zehn Minuten der Esel seine drei tierischen Gefährten oberhalb des Griffs angeführt hatte, war lediglich noch eine gezackte Lötnaht zu erkennen. An die Wand hängen konnte er das Ding nicht mehr, an der Spitze klebten Blut und Haare. Der Pickel musste verschwinden. Genau wie Moritz. Sein Blick fiel auf das Fahrrad mit Anhänger vor der Nachbarwohnung. Niemand würde bemerken, wenn er es sich für eine Stunde oder so ausleihen würde. Eine unglaubliche Ruhe überfiel ihn. Sein Plan war gefasst. Moritz war kein großer Mann gewesen, halb sitzend mit angewinkelten Beinen würde er in den Anhänger passen. Der Fahrradanhänger glich einer schwarzen Wanne auf zwei Rädern, ideal, um Brennholz oder Grünschnitt zu transportieren. Er würde die Leiche vorher in die Plane einwickeln, die säuberlich zusammengefaltet in dem Anhänger lag. Nun zögerte er keine Sekunde mehr. Er faltete die Plane auf dem Boden aus und zerrte den Toten darauf. Doch ganz gleich, wie er den Körper von Moritz Koch zusammenkrümmen wollte, die Plane war zu kurz. Entweder baumelte Moritz´ Kopf heraus oder seine Füße lugten aus der Verpackung hervor. Er musste die Leiche zuerst in den Anhänger hieven und dann die Plane über ihr ausbreiten.   * * * Frühere „Empfehlungen der Woche“ finden Sie hier >>