Ausgerottet
Biggi Rist

Ausgerottet

Gmeiner Verlag

Pro verkauftem Buch geht 1 Euro an den Zoo Leipzig zur Unterstützung von Artenschutzprojekten!
1. Auflage, Februar 2017
ISBN 9783839220528
14,– € [D]
     
Die Gärtnerin Malie traut ihren Augen nicht - wie ist das artgeschützte Schuppentier auf die Insel Mainau gelangt? Gemeinsam mit der Tierschützerin Lioba versucht, sie dem Rätsel auf die Spur zu kommen. Als ein chinesischer Arzt ermordet wird, und jemand versucht, bei ihr einzubrechen, wird klar, dass die beiden Frauen in ein Wespennest gestochen haben. Mehr und mehr verdichten sich die Hinweise, dass ein Malie nahe stehender Mann vom Aussterben bedrohte Tiere schmuggelt. Eingefährliches Spiel beginnt ...
Biggi Rist

Biggi Rist

geb. in Reutlingen, schrieb schon 7-jährig Geschichten auf der Schreibmaschine ihrer Mutter. Nach Besuch des Gymnasiums Ausbildung zur PTA an der Naturwissenschaftlich-Technischen Akademie in Isny/Allgäu. 15 Jahre tätig in der medizinischen Labordiagnostik, sowie in der Forschung, und Co-Autorin wissenschaftlicher Publikationen. Von 1993-1995 hat sie in Melbourne/Australien gelebt. 2005 erfolgte der Umzug von Baden-Württemberg (Wannweil bei Reutlingen) nach Lilienthal/Niedersachsen am Rande Bremens. 2007 Zusatzausbildung zur Pferdephysiotherapeutin. Familie: ein Mann, ein Pferd und keine Kinder. ´Schwanensterben` ist ihr Debutroman, den sie gemeinsam mit Liliane Skalecki beim Gmeiner Verlag 2012 veröffentlicht hat. 2013 erschien im selben Verlag der zweite Krimi "Rotglut". Der dritte Krimi mit dem Ermittler Hölzle wurde im Juli 2014 unter dem Titel "Mordsgrimm" veröffentlicht. Im November 2014 erschien die Kurzgeschichte "Farbe. Gerührt, nicht geschüttelt." in der Anthologie "Muse, Mord und Pinselstrich". Im Februar 2016 erschien der 4. Fall für Hölzle - RABENFRAß (Gmeiner Verlag). Am 1. November 2016 wurde die Kurzgeschichte "Two in one" in der Krimi-Anthologie "Handwerk hat blutigen Boden" im KBV-Verlag veröffentlicht. Im Februar 2017 erscheint ein brandneuer Kriminalroman, den sie wieder gemeinsam mit Liliane Skalecki geschrieben hat. "Ausgerottet" behandelt das Thema "Illegaler Handel mit artgeschützten Tieren". Bei den Recherchearbeiten ist eine Zusammenarbeit mit dem Leipziger Zoo entstanden, 1 Euro pro verkauftem Buch wird an den Zoo zur Unterstützung von Artenschutzprojekten zurückfließen. Und last but not least gibt es den 5. Hölzleband "Frostkalt" im Herbst 2017, ebenso wie drei Kurzkrimis in verschiedenen Anthologien. Aktuell schreibt sie am 2. Fall für Malie Abendroth und Lioba Hanfstängl.

Empfehlung der Woche

Ausgerottet ist die Empfehlung der Woche der SYNDIKATs-Redaktion vom 13. Februar 2017.

Kritikerstimmen

Kritiken zu früheren Romanen

Zu Rotglut:
Hintergründig, spannend, überraschend... SO soll ein Krimi sein. Ich bin begeistert!
Arno Strobel, Bestsellerautor


Der Terror der RAF versetzte ein ganzes Land in Angst und Schrecken, noch sind ihre Verbrechen nicht alle gesühnt. Obwohl er eine fiktive Geschichte erzählt, versteht es dieser Krimi glänzend, die Stimmung dieser Zeit einzufangen.
Generalbundesanwältin a. D. Monika Harms


Zu Schwanensterben:
Ein Ort, an dem Tausende von Zwangsarbeitern in den Tod gegangen sind, ist auf den ersten Blick kein Ort für Unterhaltung. Wenn die Geschichte allerdings genau dies nicht ausblendet, sondern zum Thema macht und mit einer alten Verbindung ein neues Verständnis und eine neue Dramatik schafft, dann ist die Fährte gelegt. Es gibt dann nur noch ein Interesse: Wie hängt das alles zusammen, und wie wird es sich auflösen?
Eike Besuden, Filmemacherin

Drei Fragen an Biggi Rist

Wann begann Ihre kriminelle Laufbahn?
2010.

Warum haben Sie sich für ein Leben mit dem Verbrechen entschieden?
Weil es schwierig ist, sich für einen Tod mit Verbrechen zu entscheiden.

Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?
In dubio pro reo.

Leseprobe

Dieses Genehmigungsformular hatte in einer Bauakte nichts zu suchen. Wie es dort hineingekommen war, wer wusste das schon. Doch das war Lioba auch völlig schnurz. Die Genehmigung trug das Behördensiegel und zudem die mit blauem Kugelschreiber geschriebene Unterschrift von Max Losens. Endlich! Endlich hatte sie einen handfesten Beweis, dass der Referatsleiter des Bau-, Natur- und Umweltamtes dreckige Geschäfte machte. Sorgfältig verstaute sie ihren kostbaren Fund in ihrer Handtasche.
Sie zwang sich, ruhig zu bleiben und ihre Arbeit fortzusetzen. Endlich war es Zeit, Feierabend zu machen. Etwas pünktlicher als gewöhnlich, wie sie sich eingestand. Aber sie ließ sich ja auch nicht lumpen, wenn es mal über den Dienstschluss hinaus etwas zu tun gab. Zu Hause würde sie umgehend Malie Abendroth anrufen und ihr von ihrer Entdeckung berichten! Sie konnte es kaum erwarten. Oder noch besser: Sie würde Malie zum Essen einladen und geheimnisvoll tun. Zum Dessert hätte sie eine Überraschung vorbereitet oder so ähnlich.
Lioba merkte, wie die Spannung noch weiter von ihr Besitz ergriff. Hoffentlich hielt sie das selbst so lange durch. War es die Aufregung, oder was bescherte ihr auf dem Heimweg diese Übelkeit? Das Unwohlsein verstärkte sich, als sie sich erschöpft auf ihrem Sofa niederließ. Vielleicht sollte sie die Essenseinladung für Malie lieber verschieben. Plötzlich verspürte sie ein Brennen in Mund und Rachen. Hatte sie sich erkältet? Am besten, sie brühte sich einen Tee.
Doch Trinken half nichts, das brennende Gefühl blieb, auch nachdem sie zwei Tassen Tee und ein Glas Wasser getrunken hatte. Zwei Stunden später wurde ihr dermaßen speiübel, und sie übergab sich mitten auf den Wohnzimmertisch. Ungläubig starrte sie auf das Erbrochene, dann brach der nächste Schwall aus ihr hervor. Dunkel, fast schwarz lag die übel riechende Masse vor ihr. Was hatte sie sich denn da für ein Virus eingefangen? Gut, im Amt hatten einige Mitarbeiter über die Sommergrippe, die mit Brech-Durchfällen einherging, geklagt. Aber das hier sah irgendwie gruselig aus. Plötzliche Panik überfiel sie. Sie, die sonst sämtliche Zipperlein mit Naturheilmitteln bekämpfte und eigentlich nie zum Arzt ging, wählte den Notruf.

Lisa Röhrig erging es ähnlich. Kaum, dass sie vom abendlichen Rundgang mit Toto zurück war, erbrach sie sich noch in der Diele. Was war denn mit ihr los? Mit zitternden Beinen schleppte sie sich in die Küche, um Eimer und Lappen zu holen. Als sie den roten Eimer unter der Spüle hervorkramte, überkamen sie böse Krämpfe, peinigten ihren Bauch, ließen sie vor Schmerzen aufstöhnen und in die Knie gehen. Sie gab ihr Vorhaben auf, quälte sich hoch, wankte schmerzgekrümmt zum Badezimmer. Sie schaffte es gerade noch, ihre Hose herunterzuziehen und sich auf die Toilette neben der Badewanne zu setzen. Dann entleerte sich ihr Darm unter kolikartigen Schmerzen, die kaum auszuhalten waren.
Nach einer gefühlten Ewigkeit stemmte sie sich hoch, sah in die Toilettenschüssel. Blutiger Stuhl. Lisa wusste, sie brauchte einen Notarzt. Das war keine normale Magen-Darm-Infektion. Schwindel erfasste sie, ließ sie sich am Badewannenrand festhalten. Erneutes Erbrechen, dieses Mal direkt in die Wanne, nahezu zeitgleich entledigte sich ihr Gedärm dessen, was auch immer ihm Unbehagen bereitete. Ihr Herz kam ins Stolpern, Lisa bekam Todesangst. Irgendwann schaffte sie es, auf allen vieren ins Wohnzimmer zu kriechen, doch es war zu spät.
Niemand bekam mit, was sich in den vier Wänden des Hauses von Familie Röhrig abspielte, nur Toto saß wimmernd neben dem sich von Krämpfen geschüttelten Körper. Stunden später gab Lisas Körper den aussichtslosen Kampf gegen die Samen der Christuspalme auf. Leber und Nieren versagten den Dienst, und die roten Blutkörperchen klumpten zusammen. Das hochtoxische Rizin der Samen hatte seine, allerdings Lioba zugedachte, Aufgabe in vollem Umfang erledigt.

Termine

Wann Was Wo
12. Mai 17
19:30 Uhr
Lesung aus Ausgerottet
Der. 1. Fall für Abendroth und Hanfstängl
Weselohs Tierleben
21629 Neu Wulmstorf