Nur ein Schubs
Jan Bobe

Nur ein Schubs

ein Gütersloh-Krimi

Epubli.de

450 Seiten, E-Book
Mai 2019
sofort lieferbar
ISBN 9783748537496
3,49 € [D]
     

Die Reihen auf dem Berliner Platz lichten sich. Ausgerechnet die ärmsten Seelen der Gütersloher Trinkerszene streichen reihenweise die Segel. Mal geraten sie vor dem Amtsgericht unter einen Lkw, mal knallen sie hinter der Martin-Luther-Kirche an einen Laternenpfahl, mal purzeln sie an der Alten Weberei in die Dalke und ertrinken. Selbst die zerbrochene Schnapsflasche an der Diekstraße entwickelt noch genügend tödliches Potenzial. Bei Polizei und Rettungsdienst macht sich Erleichterung breit. Nur allzu gern deckt man den Mantel des Vergessens über die Verblichenen, denn sie waren nicht gerade beliebt. Nur Dierk-Helge Reuter-Ritterling, der junge hyperaktiver Ermittlungsterrier vom 4. K, vermeint in den alkoholschwangeren Todesfällen ein Muster und damit die Handschrift eines Serientäters zu erkennen. 

Und welche Rolle spielt der illustre Bauunternehmer Sandmann, der plötzlich und unbegreiflich ein lukratives Projekt vor die Wand fährt, das Kapital abgreift und untertaucht? Waren die Verblichenen etwa Leichen aus seinem Keller? 
Dierk-Helge beißt sich in der Sache fest, allem Spott zum Trotz. Eigenständig nimmt er Ermittlungen auf, droht aber im Akten-Tsunami seines Massenkommissariats zu versumpfen. Hilfe bekommt er nur von den Streifenpolizisten seiner alten Dienstgruppe, die einmal mehr unter Beweis stellen, dass Polizei eine Kunst ist, die auf der Straße gelernt und ausgeübt wird und nicht in einem Büro.


"Nur ein Schubs" spielt in Gütersloh. An authentischen Orten erzählen reale Personen wahre Geschichten und spinnen einen Handlungsstrang, der quer durch Ostwestfalen bis nach Spanien, Griechenland und auch in die Karibik führt, schließlich aber unweigerlich wieder in Gütersloh endet. 

Es ist nicht das blutrünstige Gemetzel, sondern die Grauzone zwischen Unfallgeschehen, höherer Gewalt und Täterhandeln, die im Mittelpunkt steht. Figuren und Szenarien entstammen zu einem guten Teil der Realität. Wahr oder geflunkert, das ist die zentrale Frage der Handlung, die dem Leser auf jeder Seite neu gestellt wird.

Jan Bobe

Jan Bobe

Jan Bobe, Jahrgang 1959, ist gebürtiger und beständiger Gütersloher. Nach der 11. Klasse verließ er 1977 in einem spontanen Entschluss das Städtische Gymnasium und trat in den Polizeidienst ein. Der Ausbildung in Stukenbrock-Senne folgten zwei schöne Dienstjahre in Köln, dann ging es zurück in die Heimatstadt, die er zwanzig Jahre lang bestreifte, besonders gern nachts und zu Fuß.

Der Verwendung als Streifenpolizist und, nach erfolgtem Studium, als Dienstgruppenleiter folgten Stationen als Lehrer, Trainer, Dozent FH, Unfallermittler und schließlich als Leiter der Polizeiwache Halle - Westfalen.

Jan Bobe wohnt noch immer in Gütersloh im großelterlichen Haus, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Neben Polizeiberuf und Familie sind bei ihm die Neigungen durchaus weit gefächert. Eine nicht abzustreitende Bodenständigkeit steht großer Reiselust gegenüber, verschiedenste handwerkliche Ambitionen einem starker Hang zu guter Live-Musik, den er seit vielen Jahren in der eigenen Folk-Band auslebt.

Jan Bobe blickt auf 42 Jahre Polizeidienst zurück. Sein Erstlingswerk "Nur ein Schubs" hat, anders als die meisten Krimis, die uniformierte Polizei im Vordergrund. Es waren die ungezählten skurrilen, schrägen und lustigen Erlebnisse aus all der Zeit, die niedergeschrieben werden wollten und schließlich zu diesem Gütersloher Lokalkrimi führten, in dem wirkliche Personen auferstehen und wahre Geschichten erzählen.