Secret Service 2013

Secret Service - Jahrbuch 2013
Gmeiner
ISBN 978-3839214077
Preis 9,99 €

Das SYNDIKAT-Jahrbuch 2013

UNVERZICHTBAR!
Die neueste Ausgabe des Secret Service ist auch 2013 wieder ein unverzichtbarer Begleiter in Krimifragen. Mit einem Exklusivinterview mit Tatort-Kommissar Miroslav Nemec!
Secret Service bietet eine bunte Mischung aus interessanten Informationen, tiefgründigen und augenzwinkernden Betrachtungen sowie kurzweiliger Unterhaltung rund um das Genre Krimi. Das nun bereits zum sechsten Mal erschienene Jahrbuch des SYNDIKATs, der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur, lässt wieder keine Wünsche echter Krimifans offen.
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Drei der kriminellen Kollaborateure,

stellvertretend für die mehr als 30 SYNDIKAT-Mitglieder, dank deren Mitarbeit das Jahrbuch 2013 kriminell gute, spannende, informative und witzige Unterhaltung bieten kann.

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Was bietet der Secret Service 2013?

Natürlich die Fixpunkte aller Jahrbücher: Die Befragungen der Glauser- und Martin-Preisträger 2012, Michael Theurillat, Lena Avanzini, Nina George, Maja von Vogel und Thomas Przybilka, Rückblick und Vorschau CRIMINALE sowie eingestreute Kurzkrimis.
Weitere Themenschwerpunkte sind diesmal der Krimi in der Schweiz, Krimi International (Japan und China), Krimifestivals im deutschsprachigen Raum, die Gerichtsmedizin allgemein mit spannenden Erkenntnissen und Einblicken einer Kapazität auf diesem Gebiet, sowie ein Interview mit Miroslav Nemec, dem bekannten Tatort Kommissar Ivo Batic.
Nach diesem kurzen Vorgeschmack auf die Vielfalt an Themen und Geschichten, die Sie im Secret Service dieses Jahr erwarten, möchte ich mich herzlich bei allen bedanken, die daran mitgearbeitet haben und vor allem bei unserem Verleger, Armin Gmeiner, der die Veröffentlichung des Jahrbuchs auch dieses Jahr wieder möglich gemacht hat. Vielen Dank!
Und hier noch einer der Beiträge als Einstimmung …

Clever wie Columbo und scharfsinnig wie Sherlock Holmes

Die Erfolgsgeheimnisse berühmter Detektive
Von Karsten Eichner

Man muss kein Superhirn sein, um Erfolg in Leben und Beruf zu haben. Oft reicht schon gesunder Menschenverstand. Zehn Meisterdetektive zeigen, worauf es wirklich ankommt.

2012 ist Sherlock-Holmes-Jahr: Vor 125 Jahren erschien der erste Krimi von Arthur Conan Doyle – und die Abenteuer des berühmten Detektiv-Duos faszinieren noch heute. Grund genug, sich Holmes, Watson und ihre berühmtesten Kollegen einmal näher anzusehen. Denn jeder von ihnen hat ganz spezielle Fähigkeiten und Methoden, um zum Ziel zu kommen. Ob Father Brown oder Inspektor Columbo – von jedem einzelnen können wir für Leben und Karriere etwas lernen.

Analysieren wie Sherlock Holmes
Zeigen Sie Sherlock Holmes eine Taschenuhr – und er erzählt Ihnen nach wenigen Augenblicken fast alles über ihren Besitzer. Denn Holmes hat die Kunst der Deduktion perfektioniert. Er zieht aus kleinsten Details seine Schlüsse und fügt diese wie bei einem Puzzle zu einem Gesamtbild zusammen, während alle anderen sich noch den Kopf zerbrechen. Zwar muss man kein Genie sein wie Sherlock Holmes. Aber Trends und Strömungen erkennen und richtig deuten, ist ein unschätzbarer Vorteil auf der Karriereleiter. Aber selbst wenn Sie nicht immer mit Scharfsinn glänzen können, trösten Sie sich: Die im Vergleich zu Holmes scheinbar begriffsstutzigen Inspektoren von Scotland Yard wurden schließlich auch befördert.

Entschlossen zupacken wie Schimanski
Er ist das Raubein unter den Kommissaren: Schimanski, der hemdsärmelige Hauptkommissar aus Duisburg, kongenial verkörpert von Götz George. Klassische Eleganz ist nicht gerade seine Stärke. Immer sieht er ein wenig so aus, als hätte er drei Tage in seiner Lederjacke geschlafen. Aber dafür kann er zupacken. Und wie! Schimanski ist ein Mann mit echten Macher-Qualitäten. Und die sind auch in der Wirtschaft gefragt. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen, aber auch so manches große Projekt kommt ohne „Hands on“-Mentalität nicht aus. Dabei kann man sich schon mal die Finger dreckig machen. Doch dafür winkt am Ende der Erfolg.

Überraschen wie Columbo
Erinnern Sie sich, wie Inspektor Columbo alias Peter Falk auch die raffiniertesten Verbrecher zur Strecke brachte? Als er scheinbar alle Fragen gestellt, sich verabschiedet und schon die Türklinke in der Hand hatte, meinte sein Gegenüber bereits aufatmen zu können. Doch dann drehte sich Columbo noch einmal auf unnachahmliche Art um und sagte mit freundlichem Lächeln: „Ach, eine Frage hätte ich da noch…“ Und schwupps, schon hatte er den Gesprächspartner überrumpelt. Diese Taktik können Sie auch anwenden. Überraschen Sie! Anders als Columbo natürlich nur positiv. Mit einem klugen Vorschlag in einer verfahrenen Situation. Mit einer guten Idee beim Brainstorming. Oder indem Sie etwas zustande bringen, an dem sich andere die Zähne ausgebissen haben. Sie werden sehen: Die Columbo-Taktik bringt Sie weiter.

Gesunden Menschenverstand nutzen wie Dr. Watson
Auf den ersten Blick erscheint er vielleicht ein wenig dröge neben seinem genialen Freund. Aber Dr. Watson hat eine Menge eigener Qualitäten, die freilich erst auf den zweiten Blick sichtbar werden. Vor allem eine gehört dazu: gesunder Menschenverstand. Er ermöglicht es Watson, den allzu hoch fliegenden Geist eines Sherlock Holmes im entscheidenden Moment wieder zu „erden“. Eine Qualität, die auch heute im Berufsleben gefragt ist – und mitunter Mut erfordert. Denn wer will schon derjenige sein, der dem Chef sein geliebtes, aber gänzlich unrealistisches Fantasieprojekt ausreden will? So etwas gelingt nur mit Fingerspitzengefühl. Und eben mit gesundem Menschenverstand. Das kann nur ein Sparringspartner auf Augenhöhe. Eben ein Watson, der im besten Fall hinterher auch noch für eine gute Story sorgt.

Charme einsetzen wie James Bond
„Mein Name ist Bond. James Bond.“ Kaum hat der wohl berühmteste Geheimagent der britischen Krone diesen Satz gesagt, liegt ihm die Damenwelt zu Füßen. Reichlich klischeehaft zwar, aber eines stimmt doch: Charme kommt weiter. Allerdings im Berufsleben auch nicht unbegrenzt. Denn im entscheidenden Augenblick kann Bond sehr wohl Härte zeigen – was ihm das Überleben sichert und die Kinobesucher begeistert. Nach seiner Pensionierung verdingt sich Bond ja vielleicht eines Tages als gut bezahlter Management-Coach. Und zeigt dann den Blofelds dieser Welt, wie man mit Charme mehr im Leben erreicht. Darauf einen Martini. Natürlich geschüttelt, nicht gerührt.

Gelassen bleiben wie Derrick
Der Krimi treibt auf seinen Höhepunkt zu, der Verbrecher wird zusehends nervöser, die Polizei agiert hektisch. Gelassen bleibt nur einer: Oberinspektor Derrick. Allenfalls durch ein leichtes Zucken der Augenbraue verrät er seine innere Anspannung. Und sicherlich hat die stoische Ruhe, mit der Horst Tappert die Rolle verkörperte, viel zum weltweiten Erfolg der Serie beigetragen. Merke: Wer Derrick-Tugenden mitbringt, hat das Zeug zum Chef. Kann klar die Lage analysieren, wirkt in jeder Lebenslage souverän und bringt Ruhe ins Team. Harry kann derweil schon mal den Wagen holen.

Empathie zeigen wie Father Brown
Wohl kaum ein Schauspieler verkörpert den pfiffigen Pfarrer mit dem Faible für Kriminelles so gut wie Heinz Rühmann. Denn er zeigt meisterhafte Fähigkeiten, die weit über das detektivische Können hinausgehen: Indem er sich gedanklich in den Verbrecher hinein versetzt, kann er dessen Handlungsweise begreifen und so auch den kniffligsten Fall lösen. Und am Ende zeigt er stets großzügige Milde: Weil Father Brown unerschütterlich an das Gute im Menschen glaubt und auf eine höhere Gerechtigkeit vertraut, kann er es sich leisten, einen reuigen kleinen Ganoven auch schon mal ungestraft ziehen zu lassen. Seine kluge Empathie macht ihn so sympathisch – und jeden, der ähnlich handelt, auch.

Fit bleiben wie Miss Marple
Auf den ersten Blick wirkt sie wie eine gemütliche Oma, mit ihrem kleinen Hütchen und ihrer großen Handtasche. Doch wehe, wer sie unterschätzt: Jane Marple alias Margaret Rutherford ist nicht nur blitzgescheit, sondern auch erstaunlich sportlich. Die Heldin zahlreicher Agatha-Christie-Krimis reitet exzellent, sie kann fechten, und so manchen Judo-Griff hat sie auch bestens drauf. Sie zeigt, wie man auch als „Best Ager“ noch nicht zum alten Eisen gehört. Wann und wo sie das seit ihrer Jugend immer wieder trainiert hat, wissen wir nicht so genau. Fest steht aber: Trotz ihres fortgeschrittenen Alters hat sie es faustdick hinter den Ohren – und nimmt es mit manch Jüngerem auf. Chapeau!

Stil beweisen wie Hercule Poirot
Hercule Poirot ist nicht nur ein begnadeter Detektiv, der sich viel auf seine „kleine graue Zellen“ einbildet. Er ist auch ein Grandseigneur, der in jeder Situation die Contenance bewahrt. Selbst dann, wenn man ihn, den Belgier, wieder einmal für – welch unglaubliche Frechheit! – einen Franzosen hält. Dann zittert sein prächtiger Schnauzbart allenfalls ein wenig vor Empörung, doch ansonsten wahrt der Gentleman die Form. Und er zeigt Stil. Nicht nur mittels seiner erlesenen Garderobe. Sondern auch im Umgang mit seinen Gesprächspartnern. Schon mancher Verbrecher hat den ausgesucht höflichen kleinen Mann völlig unterschätzt. Ein schwerer Fehler! Poirot zeigt, wie man mit Stil Erfolg hat.

Genießen wie Lord Wimsey
Leben um zu arbeiten, oder arbeiten um zu leben? Lord Peter Wimsey hat sich definitiv für Letzteres entschieden und macht trotzdem einen hervorragenden Job. Wohl kaum ein Detektiv repräsentiert die Kunst des feinen Lebensstils so gut wie Dorothy Sayers’ sympathischer Privatermittler: Eine beachtliche Sammlung antiquarischer Bücher, ein exzellentes Essen im Club, ein Glas Malt Whisky nach getaner Arbeit in der Bibliothek… – Wimsey weiß wahrlich zu leben. Und zeigt uns damit, wie man die Früchte seiner Arbeit genießen kann. Auch wenn kein Bentley vor der Tür parkt.

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